31.03.2026
NBA kompakt
Die Oklahoma City Thunder haben das Gipfeltreffen gegen die Detroit Pistons nach Verlängerung für sich entschieden. Die Cleveland Cavaliers tun sich in Utah schwer, gleiches gilt für Dennis Schröder.

Überstunden brauchte es für Champion OKC, um den Spitzenreiter aus dem Osten zu schlagen. Dabei hatte Shai Gilgeous-Alexander per Dreier vier Sekunden vor Schluss vermeintlich den Gamewinner getroffen, doch die Schiedsrichter sahen ein Offensiv-Foul - ein sehr harter Pfiff. Es reichte auch so, auch wenn Isaiah Hartenstein (Wade) sowie Jalen Williams (Oberschenkel) fehlten und Chet Holmgren im vierten Viertel ausfoulte.
Defense regierte in der Verlängerung, beide Teams taten sich sehr schwer zu scoren. OKC behielt die Oberhand, weil Alex Caruso einen Dreier traf und dann SGA beim Distanzwurf gefoult wurde. Detroit reichte so ein engagierter Auftritt ohne Cade Cunningham nicht, obwohl man vier Minuten vor Schluss mit 97:90 führte. SGA erzielte acht der elf Punkte für die Thunder, um die Verlängerung zu erzwingen,
Der Kanadier verbuchte ultra-effiziente 47 Punkte (12/19 FG, 21/25 FT), Holmgren (13) und Ajay Mitchell (14) lieferten etwas Entlastung. Für Detroit, die auch auf Jalen Duren verzichten mussten, war Paul Reed (21, 10 Rebounds) bester Scorer.

Die Cleveland Cavaliers (47-28) mühten sich dagegen in Utah, zementierten aber Platz vier im Osten. Donovan Mitchell und Evan Mobley (17 Rebounds) erzielten je 34 Punkte, James Harden verbuchte mit 13 Zählern und 14 Assists ein weiteres Double-Double. Dennis Schröder (3, 1/4, 3 Assists) blieb in 21 Minuten dagegen unauffällig.
Fünf Minuten vor dem Ende war noch alles ausgeglichen (105:105), danach setzten die Cavs den vorentscheidenden 11:1-Lauf. Dabei glänzte vor allem Mobley, der zwei And-1s verwandelte und einen Alley Oop verwandelte. Utah setzte dagegen wieder nur acht Spieler ein, fünf Schlüsselspieler fehlten. Cody Williams (26, 11/22) war bester Scorer, Rookie Ace Baily kam auf 19 Zähler.
Was für ein Finish der Miami Heat, die drei Minuten vor dem Ende noch mit vier Punkten gegen die Philadelphia 76ers zurücklagen, um dann mit einem 14:0-Lauf die Partie noch umzubiegen. Tyler Herro (30 Punkte, 12/24 FG) verwandelte dabei zwei Dreier in Serie, blockte einen Wurf von Paul George (19) und sorgte per Floater 45 Sekunden vor Schluss für die Vorentscheidung (117:107).
Bam Adebayo steuerte 23 Zähler und 16 Rebounds bei, Pelle Larsson (20, 10 Rebounds) gelang ebenfalls ein Double-Double. Es war die große Schwachstelle der Gäste, die 19 Punkte nach Offensiv-Rebounds kassierten. Joel Embiid (26, 10/25) sah dabei nicht immer gut aus, besser lief es, wenn Tyrese Maxes (23, 9 Assists) auf dem Feld stand. Die Sixers lagen zeitweise mit 15 Punkten hinten, bevor man mit einem 15:2-Lauf für Spannung im Schlussviertel sorgte. Dort hatten aber die Gastgeber das letzte Wort.
Miami (40-36) rutscht damit wieder an die Orlando Magic (39-35) heran, während Phillys (41-34) Rückstand auf Rang sechs auf 1,5 Partien anwächst.

Denn: Die Atlanta Hawks (43-33) schlugen in heimischer Halle die Boston Celtics, die ohne Jayson Tatum antraten. Die Hawks nutzten dabei ein starkes drittes Viertel (36:22) und bauten den Vorsprung auf bis zu 21 Punkte aus. Boston brachte den Rückstand spät noch einmal in den einstelligen Bereich, wirklich spannend wurde es aber nicht mehr.
Nickeil Alexander-Walker (17) verwandelte kurz vor der Pause einen langen Dreier, nach dem Wechsel brummte die Offense auf Hochtouren. Center Onyeka Okongwu (20, 10 Rebounds) traf in diesem Abschnitt drei Dreier, alle Starter der Hawks erzielten mindestens 14 Zähler. Bei Boston scorten dagegen nur Jaylen Brown (29, 9/29 FG, 10 Rebounds, 9 Assists), Luka Garza (20) und Payton Pritchard (16) zweistellig.
Keine Blöße gaben sich auch Minnesota, San Antonio und Phoenix nicht, die allesamt Tanking-Teams deutlich schlugen. Die Spurs feierten gegen Chicago ihren neunten Sieg in Serie, dabei glänzte Victor Wembanyama mit 41 Punkten (17/27 FG), 16 Rebounds und drei Blocks in gut 30 Minuten. Nach gut acht Minuten hatte Wemby bereits je zehn Punkte und Rebounds eingesammlt und damit das schnellste Double-Double der NBA-Geschichte verbucht.
Phoenix setzte sich in Memphis durch, hier gelangen Devin Booker 36 Zähler (16/24 FG) in gerade einmal 26 Minuten. Auch die Wolves hatten in Dallas keine Probleme, Cooper Flagg (12, 5/19) erwischte für die Mavs einen seiner schwächeren Abende. Für Minnesota überzeugten Julius Randle (24), Ayo Dosunmu (18, 15 Rebounds, 12 Assists) sowie Donte DiVicenzo (15, 5/9 Dreier). Anthony Edwards (17) kehrte nach sechs Spielen Absenz zurück, kam allerdings nur von der Bank, weil er zu spät zum Spiel erschien.
rar
