21.01.2026
NBA kompakt
Alperen Sengün steuerte Houston durch ein spätes Comeback gegen San Antonio, während die Bulls mit einem historischen Dreierabend die Clippers überrollten. Zudem setzten Devin Booker und die Suns in Philadelphia ein Ausrufezeichen, ehe Utah Minnesota mit einem furiosen Schlussviertel überraschte.

Die Houston Rockets lagen gegen die San Antonio Spurs zwischenzeitlich mit bis zu 16 Punkten zurück, ehe Alperen Sengün das Spiel an sich zog. Der Center kam auf 20 Punkte, 13 Rebounds und neun Assists und war der Fixpunkt der Rockets-Offensive, die erst spät ihren Rhythmus fand. Houston startete das Schlussviertel mit einem energischen Lauf, nachdem man noch mit zehn Punkten Rückstand in die letzten zwölf Minuten gegangen war.
In der Crunchtime übernahm Reed Sheppard, der allein im vierten Viertel 12 seiner 21 Punkte erzielte und defensiv mit einem wichtigen Block gegen Julian Champagnie auffiel. Jabari Smith Jr. brachte Houston per Fadeaway in Führung, ehe Sengün mit einem Korbleger kurz vor Schluss den Vorsprung absicherte. Champagnie traf acht Dreier und erzielte 27 Punkte für San Antonio, während Victor Wembanyama bei 14 Punkten und 10 Rebounds gehalten wurde. Houston setzte sich am Ende mit 111:106 durch.
Die Chicago Bulls erwischten gegen die Los Angeles Clippers einen Abend, an dem nahezu alles von außen fiel. Chicago traf 25 Dreier bei 47 Versuchen und stellte damit einen Franchise-Rekord ein. Coby White führte die Bulls mit 27 Punkten an und versenkte sechs Würfe von jenseits der Dreierlinie, nachdem er bereits im vorherigen Spiel sieben Dreier getroffen hatte.
Bereits im zweiten Viertel zog Chicago davon, erzielte dort 45 Punkte und ging mit einer 21-Punkte-Führung in die Pause. Die Clippers, die zuvor sechs Spiele in Folge gewonnen hatten, kamen im dritten Viertel noch einmal heran, doch ein schneller 17:3-Lauf der Bulls stellte die Kontrolle wieder her. James Harden kam auf 24 Punkte, John Collins auf 23, während Kawhi Leonard erneut fehlte. Chicago gewann am Ende klar mit 138:110.
Die Miami Heat übernahmen bei den Sacramento Kings früh die Kontrolle und setzten sich vor allem mit ihrer Treffsicherheit von außen ab. Bereits im zweiten Viertel legte Miami 45 Punkte auf und traf hochprozentig aus der Distanz, angeführt von Bam Adebayo und Norman Powell. Die Heat lagen fast das gesamte Spiel in Führung und diktierten Tempo sowie Ballbewegung.

Adebayo kam auf 25 Punkte, sieben Rebounds und fünf Assists, während Powell 22 Zähler beisteuerte. Sacramento hielt über DeMar DeRozan (23 Punkte) und Russell Westbrook (22 Punkte, sieben Assists) phasenweise dagegen, fand defensiv aber keinen Zugriff auf Miamis Perimeter-Spiel. Auch Dennis Schröder blieb mit vier Punkten bei 2/7 aus dem Feld unauffällig. Miami setzte sich am Ende souverän mit 130:117 durch.
Die Minnesota Timberwolves kontrollierten über drei Viertel das Geschehen in Utah und gingen mit einer komfortablen Führung in den Schlussabschnitt. Anthony Edwards kam auf 38 Punkte und war offensiv kaum zu bremsen, doch defensiv verlor Minnesota im letzten Viertel den Zugriff. Die Utah Jazz nutzten das konsequent aus.
Angeführt von Keyonte George, der 43 Punkte erzielte und sechs Dreier traf, legte Utah im vierten Viertel 43 Punkte auf und drehte die Partie komplett. Jusuf Nurkic verbuchte ein starkes Double-Double mit 16 Punkten und 18 Rebounds, während Isaiah Collier von der Bank 18 Punkte und 10 Assists beisteuerte. Minnesota erzielte im Schlussabschnitt nur noch 26 Punkte und musste sich trotz zwischenzeitlicher Kontrolle überraschend mit 122:127 geschlagen geben.
Die Toronto Raptors lieferten bei den Golden State Warriors eine offensive Machtdemonstration ab und zogen den Gastgebern früh den Zahn. Toronto erzielte in jedem Viertel mindestens 29 Punkte, traf extrem effizient aus dem Feld (59% FG) und bewegte den Ball nahezu nach Belieben. Bereits zur Pause hatten sich die Raptors zweistellig abgesetzt.

Immanuel Quickley war mit 40 Punkten, zehn Assists und sieben getroffenen Dreiern der überragende Mann der Partie, während Scottie Barnes mit 26 Punkten und elf Assists ein starkes Allround-Spiel zeigte. Golden State hielt offensiv nur phasenweise mit, Stephen Curry kam auf 16 Punkte, fand aber keinen Rhythmus von außen. Toronto traf 21 Dreier bei 62 Prozent und setzte sich klar mit 145:127 durch - ein Statement-Sieg in San Francisco.
Die Phoenix Suns behaupteten sich bei den Philadelphia 76ers, obwohl beide Teams das zweite Spiel eines Back-to-backs bestritten. Devin Booker erzielte 27 Punkte und führte eine ausgeglichene Suns-Offensive an, in der gleich mehrere Spieler zweistellig scorten. Phoenix lag zur Halbzeit knapp vorne und blieb von der Freiwurflinie makellos.
Nach einem 13:2-Lauf der Sixers direkt nach der Pause reagierten die Suns abgeklärt, glichen aus und zogen bis zum Ende des dritten Viertels auf 97:84 davon. Jalen Green kam bei seinem erst dritten Saisonspiel von der Bank und steuerte 12 Punkte bei. Philadelphia, angeführt von Rookie VJ Edgecombe mit 25 Punkten, spielte ohne Joel Embiid und Paul George und konnte den Rückstand im Schlussabschnitt nicht mehr entscheidend verkürzen. Phoenix setzte sich mit 116:110 durch.
red