08.03.2026
Spielergehälter steigen massiv
Real Madrid investiert so viel wie nie zuvor in seine Basketball-Abteilung - doch der Preis ist hoch. In der ersten Hälfte der Saison 2025/26 hat der Klub Verluste von 17,5 Millionen Euro angehäuft.

Die Basketball-Abteilung von Real Madrid hat im ersten Halbjahr der Saison 2025/26 deutliche Verluste verzeichnet. Laut Finanzdaten belief sich das Minus auf 17,5 Millionen Euro, nachdem der Klub seine Investitionen in den Kader massiv erhöht hat. Allein die Ausgaben für Spielergehälter stiegen im Jahresvergleich um 49 Prozent auf 25,3 Millionen Euro - der höchste Wert in der Geschichte.
Die roten Zahlen passen zum Gesamtbudget der laufenden Saison. Für das gesamte Geschäftsjahr hat der Klub bereits ein Defizit von 38,4 Millionen Euro eingeplant, das höchste der Vereinsgeschichte im Basketballbereich. Sportlich wird das Team von Trainer Sergio Scariolo betreut, während Sergio "Chacho" Rodriguez die sportliche Leitung innehat.
Auf der Einnahmeseite gab es nur moderate Veränderungen. Die Erlöse stiegen um 3,9 Prozent auf 12,9 Millionen Euro, decken damit jedoch nur etwa die Hälfte der Personalkosten. Wichtigste Einnahmequelle bleibt der kommerzielle Bereich mit 6,2 Millionen Euro aus Sponsoring, gefolgt von 3 Millionen Euro aus Ticketing und Mitgliedschaften. Deutlich zurück ging dagegen der TV-Anteil, der auf 2,4 Millionen Euro sank - unter anderem durch den neuen Medienzyklus der spanischen Liga mit Streamingpartner DAZN.
Zusätzliche Einnahmen aus Transfers, wie im Vorjahr durch den Wechsel von Guerschon Yabusele in die NBA zu den Philadelphia 76ers, blieben diesmal aus. Damals brachte allein seine Ausstiegsklausel rund 2,5 Millionen Euro ein. Parallel bleibt auch die sportpolitische Zukunft des Klubs offen: Real Madrid gilt als einer der Vereine, die einem möglichen europäischen Liga-Projekt von NBA und FIBA nahe stehen (NBA Europe). Gleichzeitig laufen die Verhandlungen über eine Verlängerung der EuroLeague-Lizenz weiter - die aktuelle Frist endet am 30. Juni.
sgm