08.03.2026
Fürstentum darf nicht neu verpflichten
Die AS Monaco steckt sportlich wie finanziell in der Krise. Nach weiteren Abgängen sowie der Verletzung von Forward Nikola Mirotic geht das Fürstentum nun auch personell auf dem Zahnfleisch. Dabei wird die Transfersperre zum großen Problem.

Wegen der EU-Sanktionen gegen den russischen Besitzer Alekszej Fedoricsev sind die Monegassen seit Monaten nicht in der Lage, ihren finanziellen Pflichten nachzukommen. So erhielten mehrere Spieler erst verspätet ihre Gehälter. Dazu versäumte der Klub die Sozialversicherungsbeiträge für mehrere Monate abzuführen.
Zwar schritt jüngst das Fürstentum selbst ein und sicherte mit einer Einlage von 2,5 Millionen Euro die kurzfristige Liquidität, ein Insolvenzverfahren ist aber lediglich vertagt und noch nicht abgewendet. Die Zahlungsunfähigkeit hatte dem Klub jüngst auch ein Transferverbot eingebracht.
Dieses trifft die AS nun umso härter. Wie die Seite Nice-Martin berichtet, hätten in Yoan Makoundou und David Michineau bereits zwei Spieler den Verein verlassen. Darüber hinaus hat sich Leistungsträger Nikola Mirotic eine Plantarfasziitis zugezogen - ein Entzündung der Sehnenplatte unter dem Fuß. Das Rückkehrdatum des Forwards ist ungewiss.
Damit stehen dem Team von Nationalspieler Daniel Theis aktuell nur noch zehn Akteure zur Verfügung. Wegen des Transferverbots sind Nachverpflichtungen ausgeschlossen. Indes muss Monaco in der EuroLeague noch um die Teilnahme an den Play-Ins bangen. Mit einer Bilanz von 16-14 belegt man derzeit den neunten Platz, der Rückstand auf Rang elf ist allerdings marginal. Sieben der vergangenen acht Partien in der Königsklasse gingen verloren. An den französischen Playoffs wird der Klub wegen der Finanzprobleme voraussichtlich gar nicht teilnehmen dürfen.
jos