vor 17 Stunden
Existenzkampf beim französischen Meister
Die AS Monaco kämpft weiter um ihre Existenz im Profibasketball. Der amtierende französische Meister hat den zuständigen Behörden jetzt einen drastisch reduzierten Etat vorgelegt, der an die Zeit vor dem Aufstieg in die europäische Spitze erinnert.

Nach Informationen der französischen Regionalzeitung Nice-Matin präsentierte die AS Monaco dem Nationalen Olympischen und Sportkomitee Frankreichs (CNOSF) ein Budget zwischen sechs und sieben Millionen Euro für die Saison 2026/27. Das Komitee soll am Mittwoch oder Donnerstag seine Empfehlung zur Teilnahme des Klubs an der Betclic Elite abgeben.
Der Unterschied zur vergangenen Spielzeit ist gewaltig. Für 2025/26 hatte die französische Liga Monaco einen Etat von 38,7 Millionen Euro zugerechnet. Klubmanager Oleksiy Yefimov erklärte damals allerdings, der tatsächliche operative Etat habe bei rund 35,9 Millionen Euro gelegen.
Jetzt sollen dem französischen Meister weniger als 20 Prozent davon zur Verfügung stehen. Das neue Budget bewegt sich damit ungefähr auf dem Niveau der Saison 2020/21. Damals arbeitete Monaco mit rund 6,8 Millionen Euro und gewann den EuroCup. Der Erfolg ermöglichte anschließend den Einstieg in die EuroLeague und leitete den rasanten sportlichen Aufstieg ein.
Die Finanzkontrolle der französischen Liga hatte Monaco die Zulassung ursprünglich verweigert. Als Gründe wurden fehlende Garantien für die wirtschaftliche Zukunft sowie die nicht abgeschlossene Übernahme des Klubs genannt. Auch ein erster Einspruch beim französischen Verband blieb erfolglos.
Monacos Anwalt Xavier Le Cerf-Galle erklärte nach der Anhörung, der Verein habe seine historische Verschuldung inzwischen bereinigt und sei faktisch schuldenfrei. Die wirtschaftliche Situation sei vollständig offengelegt worden, zudem plane der Klub mit einer kontrollierten Gehaltsstruktur.
Parallel bemüht sich Unternehmer Benjamin Erisoglu um eine weitere Finanzierungslösung. Nach eigenen Angaben brachte er einen in Monaco lebenden Investor ins Spiel, der eine Bankgarantie über zehn Millionen Euro stellen könnte. Davon sollen 1,2 Millionen Euro sofort verfügbar sein. Die möglichen Geldgeber durften allerdings nicht an der Anhörung vor dem CNOSF teilnehmen.
kon