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Die Krise bei ASVEL nimmt kein Ende. Jetzt verzichtet Tony Parker sogar auf einen Großteil seines Gehalts. Damit will der neue Trainer seinen prominent besetzten Stab zusammenhalten.

Tony Parker reagiert jetzt auch persönlich auf die finanziellen Probleme bei ASVEL Lyon-Villeurbanne. Der neue Trainer und Präsident des französischen Traditionsklubs verzichtet auf einen Großteil seines ursprünglich vorgesehenen Gehalts.
Wie die französische Sportzeitung L’Equipe berichtet, hat Parker seine Bezüge um den Faktor fünf reduziert. Statt der ursprünglich kolportierten 1,2 Millionen Euro soll der viermalige NBA-Champion in seiner ersten Saison als Cheftrainer nur noch rund 200.000 Euro verdienen.
"Es ist wichtig, dass mein gesamter Trainerstab da ist. Sie sollten nicht unter dem leiden müssen, was passiert ist", erklärte Parker gegenüber L’Equipe. Fast alle eingeplanten Assistenten bleiben ASVEL demnach erhalten.
Die prominenteste Unterstützung erhält der frühere Point Guard durch Vincent Collet. Frankreichs ehemaliger Nationaltrainer fungiert als offensiver Koordinator und soll Parker bei dessen erster Saison als Klubtrainer unterstützen. Lediglich Guillaume Soares, der als defensiver Koordinator eingeplant war, gehört nicht mehr zum Trainerteam.
Parker hatte seinen Stab ursprünglich nach dem Vorbild einer NBA-Franchise aufgebaut. Insgesamt sollten ihm neun Assistenten beziehungsweise Entwicklungstrainer zur Seite stehen.
Die Gehaltskürzung ist eine weitere Folge des gescheiterten XXL-Projekts in Lyon. ASVEL hatte für die Saison 2026/27 zunächst mit einem Rekordbudget von 59 Millionen Euro geplant. Mehr als die Hälfte davon sollte durch einen neuen asiatischen Geldgeber finanziert werden.
Der Investor konnte gegenüber der französischen Finanzaufsicht DNCCG jedoch nicht die notwendigen Garantien vorlegen. ASVEL musste deshalb einen Ersatzplan mit einem Budget von rund 24 Millionen Euro einreichen. Dieser wurde Ende Juli genehmigt.
kon