vor 16 Stunden
Fußball-Legende ist Teil eines Projekts
Die Zukunft der AS Monaco bleibt weiter offen. Jetzt könnte Fußball-Legende Ronaldinho dem finanziell angeschlagenen Klub zur Hilfe kommen. Der Brasilianer ist wohl Teil eines neuen Übernahmeprojekt und trifft dabei auf Konkurrenz durch einen ehemaligen NBA-All-Star.

Wie die französische Sportzeitung L'Équipe berichtet, hat sich Ronaldinho gemeinsam mit dem andorranischen Investmentfonds Clayton Sport als Kandidat für eine Übernahme der Basketball-Abteilung der AS Monaco positioniert. Am Montagabend soll Geschäftsführer Oleksiy Yefimov eine entsprechende Absichtserklärung erhalten haben.
Damit bekommt der ohnehin turbulente Übernahme-Poker um Monaco eine neue Wendung. Denn bisher galt vor allem ein Konsortium um den ehemaligen NBA-All-Star Jamal Mashburn als Hoffnungsträger. Dessen Investmentgruppe Helen Holdings befindet sich bereits seit geraumer Zeit in Gesprächen mit dem Klub.
Noch am Montag hatte Monaco mitgeteilt, dass die Verhandlungen mit Mashburns Gruppe zuletzt erheblich intensiviert worden seien. Die Verantwortlichen bezeichneten die Absichten der möglichen Investoren als ernsthaft und erklärten, einer umfassenden Einigung näher denn je zu sein. Als Ziel für den Abschluss der Gespräche wurde der 14. August ausgegeben.
Nun existiert mit Ronaldinho offenbar eine zweite Option. Nach Informationen von L'Équipe wird der frühere Weltfußballer dabei von Clayton Sport unterstützt. Weitere französische Berichte beziffern das mögliche Engagement auf bis zu zehn Millionen Euro pro Saison über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren. Zudem soll das Projekt in der Lage sein, finanzielle Verpflichtungen gegenüber dem europäischen Basketball sowie eine von den französischen Kontrollinstanzen verlangte Bankgarantie zu bedienen.

Der prominente Übernahme-Poker kommt für Monaco zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Die Berufungskammer des französischen Basketballverbandes FFBB bestätigte am 1. August, dass die Roca Team für die Saison 2026/27 nicht zur Betclic Elite zugelassen wird. Hintergrund sind die finanziellen Schwierigkeiten des Klubs und fehlende Unterlagen im Zuge der geplanten Rekapitalisierung.
Monaco will die Entscheidung allerdings nicht hinnehmen und als nächsten Schritt das französische Olympische Komitee CNOSF anrufen. Bis zum 18. August um 23.59 Uhr kann der Klub die Begründung für sein Schlichtungsbegehren einreichen. Bis dahin hoffen die Verantwortlichen, mit einem neuen Investor eine tragfähige finanzielle Lösung präsentieren zu können.
kon