28.07.2025
Emotionale Szenen abseits des Basketballs
Am Wochenende zeigte sich NBA-Superstar Nikola Jokic wie man ihn selten sieht: Mit Tränen, ausgelassenem Jubel und Champagner bei einem Pferderennen in seiner Heimat in Serbien.

Es ist ein Bild, das Basketballfans kaum kennen: Nikola Jokic, der sonst als stoischer Superstar gilt, steht am Rand einer Pferderennbahn, das Gesicht in den Händen vergraben, weinend. Doch genau das passierte beim traditionsreichen Duzijanac-Pferderennen im serbischen Subotica, als sein Traber "Demon Dell’Est" die Konkurrenz in der Zielgeraden hinter sich ließ.
Als der Sieg feststand, hielt Jokic nichts mehr: Er sprang über den Zaun, lief auf den Fahrer und das Pferd zu und ließ die Emotionen freien Lauf. Bei der Siegerehrung hob er den Fahrer in die Luft, spritzte sein Team mit Champagner ab, das Pferd eingeschlossen, und übergoss sich selbst. In der NBA hatte der Superstar der Denver Nuggets selten so ausgelassen gesehen.
Wer sich wundert, warum Jokic bei einem Pferderennen emotionaler reagiert als nach dem Gewinn der NBA-Meisterschaft, der muss seine Geschichte kennen. Seit seiner Kindheit hegt der Serbe eine tiefe Liebe zu Pferden und insbesondere zum Trabrennsport.
Sein Vater, Branislav Jokic, betreibt eine kleine Pferdefarm in der Nähe von Sombor. Dort verbrachte der Joker viele Stunden, lange bevor der Basketball zum Beruf wurde. "Er sagte immer: 'Papa, ich will Pferdemann werden'", verriet Branislav in einem Interview nach dem NBA-Titel 2023. Die Antwort: "Werde erst Basketballer, dann Pferdemann." Heute ist er beides.
kon