vor 19 Stunden
EuroLeague kompakt
Zum Auftakt des 10. Spieltags der EuroLeague gab es gleich drei Krimis. In allen Spielen, die zumeist durchweg eng waren, setzte sich letztlich jeweils der Gast durch.

Gleich drei Krimis hatte der 10. Spieltag der EuroLeague zu bieten.
Im ersten Spiel des Abends gab es einen echten Krimi, den Paris Basketball bei Anadolu Efes für sich entschied. Auch Cameron Payne konnte daran nichts ändern. Der 32-Jährige legte mit 33 Punkten ein neues Career-High in der EuroLeague auf. Dabei traf er überragende sieben von dreizehn Dreiern und verteilte sieben Assists. In der Crunchtime waren es auf der Gegenseite jedoch immer wieder Jared Rhoden (14 Punkte, 7/8 FG) und Topscorer Nadir Hifi (28 Punkte, 9/14 FG, 6 Rebounds, 9 Assists), die wichtige Würfe trafen und so den Sieg perfekt machten.
Somit konnte Paris letztlich den dritten Auswärtssieg in Serie feiern. Nachdem die Türken vergangene Woche noch gegen Titelfavorit Panathinaikos Athen gewonnen hatten, gab es nun die zweite Heimniederlage der Saison.
Auch beim Duell zwischen Hapoel Tel Aviv und dem FC Barcelona gab es ein bis zum Ende spannendes Spiel. Nachdem zunächst die Gastgeber den besseren Start erwischten, entwickelte sich bis zur Halbzeit eine ausgeglichene Partie. Hapoel erspielte sich danach bis zur Mitte des dritten Viertels eine Neun-Punkte-Führung. Besonders Topscorer Elijah Bryant (25 Punkte, 6/10 FG) hatte mit sechs Punkten in dieser Phase einen immensen Anteil daran.
Dann übernahm jedoch Barcelona das Spiel. Durch einen zwischenzeitlichen 16:0-Lauf, der von Topscorer Dario Brizuela (22 Punkte, 10/14 FG) initiiert wurde, führten die Gäste am Ende des Viertels plötzlich selbst mit neun Punkten. Im Schlussviertel machten die Katalanen zunächst genau da weiter, wo sie aufgehört hatten: Gleich mehrfach führte man mit 14 Punkten - der höchsten Führung beider Teams im Spiel. Bryant und Vasilije Micic (24 Punkte, 8/16 FG, 7 Assists) stemmten sich zwar gegen die Niederlage und brachten ihr Team noch einmal auf einen Punkt heran. Die beiden Hapoel-Stars konnten das Spiel allerdings nicht entscheidend für die Israelis drehen. Stattdessen war es erneut Brizuela, der das Spiel wenige Sekunden vor Ende per Korbleger entschied.
Die Katalanen haben damit fünf ihrer letzten sechs Spiele gewonnen, während Hapoel nun das zweite Spiel in Folge verloren hat.

Einen dritten Krimi gab es in Norditalien: Valencia Basket gewann bei Armani Mailand. Valencia startete dabei zunächst brandheiß in die Partie, besonders der Wurf von außen fiel in der Anfangsphase. Bereits nach fünf Minuten führte man mit 20:2. Danach fand Mailand endlich offensiv ins Spiel und übernahm Mitte des zweiten Viertels erstmals die Führung. Am Ende des dritten Viertels drehten die Italiener das Duell endgültig und zogen auf bis zu acht Punkte davon.
Die Spanier ließen sich jedoch nicht abschütteln und kamen durch Armani Brooks (16 Punkte, 5/10 FG) zurück. Valencia scorte 33 Punkte im gesamten Viertel, die Mailänder hatten dem an beiden Enden des Parketts nur wenig entgegenzusetzen. Neben Brooks punkteten in Topscorer Kameron Taylor (17 Punkte) sowie TJ Shorts (15 Punkte, 5 Assists) und Neal Sako (14 Punkte, 7/10 FG) drei weitere Akteure der Spanier zweistellig.
Valencia gewann drei der letzten vier Spiele, während Mailand lediglich einen Sieg aus zehn Spielen verbuchen konnte.