11.05.2025
Warriors suchen neue Formel
Die Golden State Warriors verloren Spiel 3 gegen Minnesota - nicht nur auf dem Scoreboard, sondern auch im eigenen Identitätskern. Ohne Stephen Curry riss die Dreierproduktion ab, eine historische Halbzeitflaute war die Folge.

In Spiel 3 der Western Conference Semifinals zeigten sich die Golden State Warriors in einer für sie ungewohnten Rolle: völlig harmlos von der Dreierlinie. Ohne den verletzten Stephen Curry blieb das Team in der ersten Hälfte ohne einzigen Treffer von außen - zum erst zweiten Mal in der Playoff-Geschichte der Franchise (2007 gegen Dallas) und erstmals überhaupt bei einer Pausenführung.
Dabei waren die Warriors mit 135 getroffenen Dreiern als bestes Distanzteam der Playoffs in Spiel 3 gestartet - doch ohne Curry fehlte die gewohnte Schwerkraft und Struktur. "Es ist schwer, Dreier zu generieren", sagte Head Coach Steve Kerr nach der 97:102-Niederlage gegen die Timberwolves. "Ohne Steph, ohne unseren Point Guard und Pick-and-Roll-Aktionen, wird’s schwierig."
Golden State verfehlte seine ersten fünf Distanzwürfe, bevor Buddy Hield 35 Sekunden nach der Halbzeit erstmals traf. Im dritten Viertel gelangen immerhin sechs von elf Dreiern, am Ende standen zehn von 23 - doch der Fehlstart und die fehlende offensive Struktur in der Crunchtime erwiesen sich als zu große Hypothek.
Curry, der sich in Spiel 1 eine Zerrung im linken Oberschenkel zugezogen hatte, wurde in Trainingskleidung auf der Bank gesichtet. Laut ESPN-Reporter Shams Charania befindet sich der 37-Jährige in intensiver Reha, muss aber noch Sprint- und Kontakttauglichkeit zurückgewinnen. Eine Rückkehr in Spiel 6 ist möglich - vorausgesetzt, die Warriors schaffen es bis dahin.
"Selbst in den ersten beiden Spielen war Steph der Einzige, der saubere Looks bekam", erklärte Hield, der all seine 14 Punkte in der zweiten Hälfte erzielte. "Jetzt, wo er raus ist, konzentriert sich die Defense mehr auf mich. Da musst du im Fluss bleiben - nicht forcieren."
sgm