11.05.2025
Timberwolves nun mit 2:1 vorne
Mit einem bärenstarken Anthony Edwards und einem Allround-Auftritt von Julius Randle haben die Minnesota Timberwolves Spiel 3 der Serie bei den Warriors gewonnen. Golden State kämpfte - aber ohne Stephen Curry fehlte die Durchschlagskraft in der Crunchtime.

Die Minnesota Timberwolves setzten sich in Spiel 3 der Western Conference Semifinals mit 102:97 gegen die Golden State Warriors durch und führen damit in der Serie mit 2:1. Angeführt von einem überragenden Anthony Edwards, der 36 Punkte erzielte, und einem Triple-Double von Julius Randle (24 Punkte, 12 Assists, 10 Rebounds) zeigte Minnesota im Chase Center große Nervenstärke.
Entscheidend war die Schlussphase: Nachdem die Warriors das Spiel über das Ende des dritten Viertels hinweg bis Mitte des vierten kontrolliert hatten, brachte Anthony Edwards die Timberwolves 6:16 Minuten vor Schluss mit einem Dreier erstmals wieder in Führung. Jaden McDaniels legte 3:20 Minuten vor dem Ende einen weiteren wichtigen Distanzwurf nach und stellte auf 90:84. Buddy Hield verkürzte für Golden State mit einem Dreier bei 1:56 auf der Uhr auf 93:89, doch Edwards antwortete eiskalt: Sein schwerer Baseline-Dreier 1:19 vor Schluss bedeutete das 96:89 und war der Dagger in einem umkämpften Spiel.
Golden State hielt über weite Strecken dagegen. Jimmy Butler (33 Punkte, 7 Rebounds, 7 Assists) und Jonathan Kuminga (30 Punkte von der Bank, 11/18 FG) zeigten starke Leistungen, doch ohne den verletzten Stephen Curry (Oberschenkel) fehlte es dem Team von Steve Kerr an Struktur in den entscheidenden Momenten. Kuminga blieb oft die einzige offensive Konstante, während Buddy Hield erst spät aufdrehte - mit 14 seiner insgesamt 17 Punkte in der zweiten Hälfte, darunter dieser wichtige Dreier zum 89:93.
Die Timberwolves, bei denen Randle nach schwachem Start (1/6 FG, 0/4 3P) immer stärker wurde, lagen zur Halbzeit trotz magerer Warriors-Dreierquote (0/5) knapp hinten. Doch im dritten Viertel wendete sich das Blatt. Draymond Green, der unter besonderer Beobachtung stand nach Vorfällen mit einem Fan in Spiel 2, foulte 4:38 Minuten vor Schluss aus und verließ wütend das Feld - ein weiterer Rückschlag für die Hausherren, die in der Crunchtime die Stops nicht bekamen, die Kerr vor dem Spiel gefordert hatte.
sgm
Spiel 4 findet am Montagabend erneut in San Francisco statt - die Timberwolves haben nun die Chance, ihren Vorsprung auszubauen.