13.09.2026
Eine Medaille zum Abschluss?
Zum Abschluss ihrer besonderen Heim-WM bietet sich den deutschen Basketballerinnen die Chance auf die erste WM-Medaille ihrer Geschichte. Ausgerechnet gegen Spanien kann das DBB-Team Revanche für die deutliche Auftaktniederlage nehmen und seine historische Reise mit Bronze krönen.

Revanche nehmen, Bronze feiern und eine ganz besondere Reise gebührend beenden: Für die deutschen Basketballerinnen schließt sich zum Abschluss der Heim-Weltmeisterschaft in Berlin ein Kreis. Die Gastgeberinnen können ausgerechnet gegen den Vize-Europameister, der ihnen vor zehn Tagen zum Turnierauftakt eine herbe 53:83-Pleite zugefügt hatte, die historische erste WM-Medaille perfekt machen.
"Ich denke, wir haben auf jeden Fall eine Chance morgen im Bronze-Spiel gegen die Spanier. Wir haben ja noch etwas gutzumachen", sagte Bundestrainer Olaf Lange bei ProSieben MAXX vor dem Duell um Platz drei am Sonntag (16.30 Uhr/ProSieben MAXX und MagentaTV). Es wäre das erste Edelmetall bei einem großen Turnier seit EM-Bronze 1997, bei der zuvor einzigen WM-Teilnahme der Bundesrepublik hatte 1998 ebenfalls im eigenen Land Platz elf zu Buche gestanden.
Nach dem 64:86 (38:45) im Halbfinale gegen den Olympiazweiten Frankreich hatten die Deutschen am Samstag ihre Final-Hoffnungen begraben müssen. Das Turnier ist jedoch bereits ein Erfolg, nachdem Langes Team Europameister Belgien im Viertelfinale klar besiegt hatte. "Besonders das letzte Spiel gegen Belgien hat gezeigt, wer wir sein können. Vielleicht sind wir noch nicht bereit, es mit einem Team wie Frankreich aufzunehmen. Vielleicht werden wir es in ein paar Jahren sein", sagte Leonie Fiebich.
Die Niederlage tue "ein bisschen weh", sagte die 26-Jährige, "aber wir versuchen, positiv zu sein. Alle müssen ihr Selbstvertrauen wiederfinden." Gegen die Spanierinnen, die ihr Halbfinale gegen die USA mit 66:76 verloren hatten, wird es noch einmal eine Top-Leistung brauchen, wenn es mit der ersehnten Medaille klappen soll. Vor allem können sich die DBB-Frauen nicht so viele unnötige Ballverluste erlauben wie gegen die Französinnen, letztlich waren es 24 Turnovers.
SID