vor 12 Stunden
DBB-Team im Aufschwung
Erst die Pleite gegen Spanien, nun zwei deutliche Siege gegen Japan und Mali: Deutschland hat bei der Heim-WM ordentlich Selbstvertrauen getankt. Auch Emily Bessoir sieht die Mannschaft inzwischen deutlich weiter - aber längst noch nicht am Ziel. Vor der Zwischenrunde gegen Südkorea gibt die 26-Jährige einen Einblick, wo Deutschland aktuell steht und was noch fehlt.

Nach dem 83:58 gegen Mali und dem Einzug in die Qualifikationsrunde war bei Emily Bessoir vor allem eines zu spüren: Selbstvertrauen. "Gewinnen macht Spaß. Es ist aber auch mega cool, die Stimmung hier und mit den Mädels auf dem Feld zu stehen, von der Bank anzufeuern. Das gibt einem so viel", sagte die 26-Jährige im Gespräch mit basketball-world.news.
Dabei sieht Bessoir die deutsche Mannschaft nach den drei Gruppenspielen noch längst nicht am Ende ihrer Entwicklung. Auf einer Skala von eins bis zehn verortet sie das Team aktuell bei "7, 8". Verbesserungspotenzial gebe es immer noch. Doch nach dem schwierigen Auftakt gegen Spanien habe die Mannschaft ihre Lehren gezogen und sich von Spiel zu Spiel verbessert.
"Man kann natürlich nach so einer Niederlage wie am Freitag super unsicher werden und sich selber Vorwürfe machen. Aber hey, es geht weiter", sagt Bessoir. Gegen Spanien habe es vor allem defensiv an Körpersprache, Rotationen und Rebounds gefehlt. Genau dort habe Deutschland anschließend angesetzt.
Jetzt wartet in der Zwischenrunde Südkorea - ein Gegner, den Bessoir bereits kennt. Im März gewann Deutschland in der WM-Qualifikation deutlich mit 76:49. Trotzdem will sie den damaligen Erfolg nicht überbewerten: "Das Spiel ist sechs Monate her und da können wir uns nicht mehr damit vergleichen. Die waren anders, wir waren anders."
Stattdessen soll die Entwicklung weitergehen. "Es geht darum jetzt einfach mehr zusammenzuwachsen. Dass wir von einer 7 auf eine 9, 10 kommen", sagt Bessoir. Mit entsprechender Überzeugung gehe Deutschland in die Partie: "Das ist ein schlagbarer Gegner. Mein Gefühl sagt, dass wir sehr selbstbewusst da auftreten können."
Tip-Off ist am Dienstag erst um 20.45 Uhr. Bessoir sieht es mit gemischten Gefühlen: "Ich muss sagen, das ist schon sehr spät. Aber lieber das Spiel, als um 11 Uhr oder so." Viel wichtiger sei die zusätzliche Regenerationszeit. "Wir haben jetzt mehr als 24 Stunden. Das ist schon mal eine gute Sache."
Nach drei Spielen in vier Tagen will Deutschland schließlich auch in der Zwischenrunde noch einen Schritt nach vorne machen.
Franziska Staupendahl