04.04.2025
NBA kompakt
Die Golden State Warriors haben das mit Spannung erwartete Aufeinandertreffen mit den Los Angeles Lakers knapp für sich entschieden. Ex-BBL-Trainer Tuomas Iisalo feierte derweil seinen ersten Sieg als NBA-Coach.

Im achten Spiel ohne ihren Starspieler Damian Lillard (tiefe Venenthrombose) war es mal wieder Giannis Antetokounmpo, der die Milwaukee Bucks auf seinen Rücken nahm. Einmal mehr dominierte der Grieche am offensiven Brett und verwandelte 12 seiner 19 Wurfversuche. Zudem schlüpfte er in die Rolle des Aufbauspielers und verteilte 20 Assists bei nur zwei Ballverlusten. 17 Rebounds komplettierten sein Triple-Double.
Bei den Sixers stachen die beiden Bigmen Adem Bona (28) und Guerschon Yabusele (22) heraus. Dem Dreierwahn der Bucks (16/31) konnten aber auch sie nichts entgegensetzen.
Aufatmen in Minnesota: Anthony Edwards geht es gut! Der Starspieler der Timberwolves war Ende des zweiten Viertels auf dem Fuß von Nets-Coach Fernandez umgeknickt und musste das Spiel verlassen, konnte aber zum Glück später zurückkehren und beendete die Partie noch mit 28 Punkten (10/15). Ansonsten gab sich Minnesota keine Blöße und besiegte Brooklyn souverän.
Center Rudy Gobert erwischte einen Sahnetag, traf neun seiner zehn Würfe für insgesamt 21 Punkte, dazu brachte er 18 Rebounds zustande. Die Wolves gewinnen ihr viertes Spiel in Folge und bleiben mit den Memphis Grizzlies weiterhin gleichauf (45-32).
Nach vier Niederlagen in Folge sowie einem Trainerwechsel, der Ex-Bonner Tuomas Iisalo in die vorderste Reihe beförderte, sind die Memphis Grizzlies wieder auf die Siegerstraße zurückgekehrt. Bei den Miami Heat lieferte sich der Tabellensechste des Westens ein enges Duell, in dem kein Team mit mehr als neun Punkten führte. Den Unterschied machte schließlich Ja Morant (30), der mit der Schlusssirene einen Mitteldistanzwurf traf.
Zuvor - 14 Sekunden vor Ende - hatte Miamis Tyler Herro mit einem Layup den Ausgleich erzielt (108:108). Der Guard war mit 35 Punkten (12/23) Topscorer aller Spieler.
Damit beendeten die Grizzlies nicht nur ihre Niederlagenserie, sondern landeten auch einen wichtigen Sieg im Rennen um die Playoffs. Bei einer Niederlage hätte ein Abrutschen auf die Play-In-Ränge gedroht.
Die Portland Trailblazers haben ihr zweites Spiel in Folge gewonnen und können damit wieder auf eine Teilnahme an den Play-Ins hoffen. Gegen die Toronto Raptors war es ausgerechnet ein kanadisches Backcourt-Duo, das den Erfolg brachte. Shaedon Sharpe erzielte 36 Zähler, Dalano Banton steuerte weitere 23 Punkte hinzu. Bei den Raptors, die ohne Jakob Pöltl antraten, kamen sechs Spieler auf zweistellige Punkte, allerdings hatte keiner mehr als RJ Barretts 18.
Portland bleibt mit dem Sieg zwar auf dem zwölften Platz im Westen, verkürzt den Rückstand auf die Phoenix Suns allerdings auf 1,5 Spiele respektive auf den Play-In-Plätze auf 2,5.
Seit der Rückkehr von Stephen Curry, der in der vergangenen Woche wegen einer Beckenprellung einige Spiele verpasst hatte, sind die Warriors wieder obenauf. Gegen die Los Angeles Lakers gelang dem Team aus Golden State der vierte Sieg in Folge. Starspieler Curry erzielte 37 Punkte (10/21), Brandin Podziemski steuerte beeindruckende 28 Punkte (8/10 Dreier) für die Warriors bei.
Die Lakers wurden indes vom starken Duo LeBron James/Austin Reaves angeführt, die zusammen auf 64 Zähler kamen. Luka Doncic blieb hingegen unauffällig (6/17) und leistete sich spät im Schlussviertel einen folgenschweren Ballverlust.
Die Warriors holen einen wichtigen Sieg im Rennen um die direkten Playoff-Plätze und bleiben mit ihrer Starting Five (Curry, Podziemski, Moody, Butler, Green) weiterhin ungeschlagen (13-0). Die Lakers rutschen dagegen auf den vierten Platz im Westen ab.
Julius Ostendorf