vor 22 Stunden
Franz mit besonderer Spitze
Die Orlando Magic verspielten gegen die Detroit Pistons eine 3-1-Führung und schieden in sieben Spielen aus den NBA-Playoffs aus. Für Moritz Wagner war die Serie besonders emotional, weil auf der Gegenseite sein bester Freund aus College-Zeiten stand.

Im eigenen Podcast "Kannst du so nicht sagen" sprach Moritz Wagner über die besondere Situation, gegen seinen engsten Freund aus gemeinsamen College-Tagen bei Michigan zu spielen: "Ich muss ganz ehrlich sagen, es ist einfach scheiße. Es ist einfach ein richtig komisches Gefühl", erklärte der Berliner. "Ich möchte natürlich auch, dass er gut spielt. Das ist wirklich mein bester Kumpel." Für Wagner war die Serie aber auch emotional besonders, denn auf der Gegenseite stand mit Duncan Robinson .
Besonders absurd sei für Wagner gewesen, dass sich beide Teams während der Serie permanent auf dem Feld attackierten, obwohl jeder ihre Freundschaft kennt. "Meine Teammates legen sich mit ihm an, seine mit uns und jeder weiß eigentlich, dass wir uns super verstehen", sagte Wagner.
Eine Szene aus Spiel zwei zwischen den Orlando Magic und den Detroit Pistons blieb ihm besonders im Kopf. "Ich habe ihn aus Versehen umgerannt, aber ich kann ihm natürlich nicht hochhelfen", erzählte Wagner lachend. "Das macht man nicht. Ich muss ja auch eine klare Kante zeigen."

Kurios wurde es zusätzlich durch die Geburtstage während der Serie. Robinson hatte am 22. April Geburtstag, Wagner selbst vier Tage später. Beide gratulierten sich gegenseitig. Nur Franz Wagner zog das Psychospielchen offenbar durch.
"Franz hat ihm wohl nicht gratuliert", erzählte Moritz grinsend. Beim Tipoff habe sein Bruder dann nur trocken gesagt: "Hoffe, du hattest einen schönen Geburtstag." Laut Moritz wusste Franz natürlich ganz genau, wann Robinson Geburtstag hatte, schrieb ihm aber absichtlich nicht.
Trotz aller Witze gab Wagner zu, dass es sich für ihn falsch anfühle, gegen den besten Freund in den Playoffs zu spielen. "Natürlich will ich gewinnen", sagte er. "Aber ich würde lieber gar nicht gegen meinen besten Kumpel spielen." Gerade deshalb sei die Serie emotional ungewohnt gewesen: "Das ist wirklich ein richtiges Scheißgefühl."
kon