vor 2 Stunden
Deutscher Center bekommt Rotationsminuten
Ariel Hukporti sah für die New York Knicks richtige Playoff-Minuten in Spiel 2, seine Chance konnte der deutsche Big Man allerdings nur bedingt nutzen.

In Spiel 1 hatte Ariel Hukporti noch mit fünf Punkten und neun Rebounds glänzen können, allerdings spielte der Deutsche zwölf seiner 17 Minuten, als das Spiel bereits entschieden war. Minuten sah er zuvor vor allem, weil die Sixers Backup-Center Mitchell Robinson absichtlich foulten und an die Freiwurflinie schickten.
Knicks-Coach Mike Brown machte aus der Not eine Tugend und probierte es mit Hukporti, was gut klappte. "Ich muss Ariel wirklich loben. Wir sind nicht davon ausgegangen, dass er spielen würde, doch dann hatten wir früh mit Foulproblemen zu kämpfen und er kam von der Bank rein. Er hat seine Sache dann ziemlich gut gemacht."
Zu Spiel 2 waren es dann nicht Robinsons Fouls, sondern eine Krankheit des Centers, die Hukporti wieder in die Rotation spülten. Der Abend begann mit einem Dunk nach einem Einwurf sehr gut, doch drei Fouls innerhalb von einer Minute waren zu viel und der Deutsche musste wieder auf der Bank Platz nehmen.
Aus Sicht des Centers war dies bitter, da er zumindest zweimal eine gute Verteidigungsposition hatte und dennoch den Pfiff kassierte. Es war offensichtlich, dass das Standing des 24-Jährigen bei den Referees nicht besonders hoch ist. Das war auch beim vierten Foul so, als Hukporti beim Kampf um den Offensiv-Rebound leichten Kontakt mit Andre Drummond aufnahm und dieser sehr einfach zu Boden ging.
Es sollte knapp fünf Minuten vor der Halbzeit Hukportis letzte Aktion des Spiels gewesen sein. In knapp sieben Minuten wurden zwei Zähler (1/3 FG) und drei Rebounds verbucht.

Coach Brown sprach nach der Partie zwar nicht speziell von Hukporti, war aber nicht komplett zufrieden mit der Linie der Schiedsrichter. "Es gibt immer Kontakt, kleine Schubser. Die Schiedsrichter könnten jederzeit ein Foul pfeifen. Wir müssen einfach mit unserer Brust verteidigen und die Hände oben halten und dann hoffen, dass sie es nicht abpfeifen."
Dies war Thema, weil auch Karl-Anthony Towns in Foulproblemen steckte, vornehmlich weil die New York Knicks Probleme mit dem Speed von Tyrese Maxey hatten. KAT machte es in Halbzeit zwei aber besser und stand die meiste Zeit auf dem Feld. Hukporti kehrte dagegen nicht mehr zurück, die Knicks spielten stattdessen einige Minuten ohne echten Center (Anunoby war der Fünfer) und forcierten so einige Ballverluste.
Am Ende stand die Defense, ein 12:3-Lauf sicherte den Knicks die 2-0-Serienführung. Eine gute Ausgangslage für den Titelaspiranten, da Philadelphia gleichzeitig um Star-Center Joel Embiid bangt. Der gebürtige Kameruner fehlte wegen Hüft- und Sprunggelenksbeschwerden, noch ist nicht klar, ob und wann der frühere MVP wieder ins Geschehen eingreifen kann.
| Spiele | MIN | PTS | FG% | REB | BLK |
|---|---|---|---|---|---|
| 4 | 9,2 | 2,0 | 66,7 | 4,5 | 1,3 |
Robert Arndt