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    NBA

    vor 2 Stunden

    Detroit entlarvt die Krise

    Harden komplett entzaubert? Cavaliers-Star wird zum Problem gegen Detroit

    Die Cleveland Cavaliers stehen nach zwei Niederlagen gegen die Detroit Pistons bereits massiv unter Druck. Ein Name steht dabei klar im Mittelpunkt des Scheiterns: James Harden.

    James Harden hat seine Form noch nicht gefunden.
    James Harden hat seine Form noch nicht gefunden. Getty Images

    Der frühere MVP spielte bei der 97:107-Niederlage der Cleveland Cavaliers in Spiel zwei erneut erschreckend blass. Zehn Punkte bei 3/13 aus dem Feld, vier Turnover und nur zwei Würfe in der zweiten Halbzeit lesen sich zunächst wie ein schlechter Abend. Das eigentliche Problem geht aber deutlich tiefer. Die Detroit Pistons haben aktuell nicht einfach nur einen schwachen James Harden vor sich, sie haben ihn strategisch fast komplett entschärft.

    Über Jahre lebte Hardens Spiel davon, Verteidiger konstant im Eins-gegen-Eins zu schlagen. Genau diese Fähigkeit scheint ihm in diesen Playoffs aber komplett abhandengekommen zu sein. Selbst Spieler wie Duncan Robinson bereiteten ihm phasenweise Probleme.

    Dazu kommt, dass sein Jumper nicht mehr konstant fällt. Harden traf in Spiel zwei keinen einzigen Dreier (0/4) und wirkt insgesamt extrem zögerlich. Statt aggressiv Abschlüsse zu suchen, gab er den Ball früh ab und verschwand teilweise komplett aus der Offensive. Nach der Partie verteidigte Harden seine passive Rolle sogar selbst. "Der Ball lief gut, wir haben bessere Würfe gefunden", erklärte der Guard.

    Detroit kann sich defensiv auf Mitchell konzentrieren

    Besonders alarmierend war Spiel zwei deshalb, weil Harden in der zweiten Halbzeit praktisch verschwand. Er nahm nur zwei Würfe nach der Pause. Dadurch konzentriert sich die gesamte Defense immer stärker auf Donovan Mitchell, der offensiv inzwischen fast alles alleine kreieren muss. Mitchell kam zwar auf starke 31 Punkte, bekam aber kaum Entlastung.

    Hinzu kommt, dass sich Harden ohne Ball kaum gefährlich bewegt. Pistons-Superstar Cade Cunningham kann sich phasenweise regelrecht ausruhen, sobald Harden den Ball abgegeben hat. Dadurch bleibt Detroit defensiv viel stabiler als gegen klassische Stars mit hoher Offball-Aktivität.

    Kein Druck auf den Ring, kein Vorteil für Cleveland

    Außerdem erzeugt er kaum noch konstanten Druck auf den Korb. Seine Drives enden häufig ohne klaren Vorteil oder werden früh abgebrochen. Statt die Defense zu fordern, stoppt Cleveland viele Angriffe inzwischen im Halbfeld und spielt statische Isolationen. Gerade gegen Detroit ist das fatal.

    Die Pistons fühlen sich in langsamen Halfcourt-Spielen wohl. Sie verteidigen diszipliniert, switchen aggressiv. Eigentlich müsste Cleveland versuchen, mehr Tempo aufzunehmen und früh in der Shotclock anzugreifen. Doch genau das passiert kaum. Harden pusht den Ball selten konsequent nach vorne und verlangsamt viele Possessions. Dadurch spielt Cleveland Detroit momentan genau in die Karten.

    James Harden: Seine Playoff-Stats 2025/26

    SpieleMinutenPunkteFG %3P %ReboundsAssistsTurnover
    936,719,642,332,25,75,95,2

    Turnover bleiben ein Muster

    Zusätzlich bleiben Hardens Ballverluste ein großes Thema. Bereits in Spiel eins leistete er sich sieben Turnover, viele davon völlig unnötig. Auch in Spiel zwei verlor er wieder mehrfach leichtfertig den Ball. Udonis Haslem kritisierte diese Fehler öffentlich und sprach von Pässen, für die er "seinen eigenen Sohn aus dem Spiel nehmen würde".

    Die Defensive liefert ebenfalls kaum Entlastung

    Auch defensiv erinnert vieles an alte Harden-Kritikpunkte aus früheren Playoff-Jahren. Immer wieder verschläft der Veteran Rotationen, verliert Gegenspieler oder arbeitet nach Ballverlusten nur halbherzig zurück. Detroit nutzt genau das konsequent aus. Die Pistons attackieren Cleveland aktuell nicht nur über ihre Stars, sondern immer wieder gezielt über Bewegung, Tempo und schnelle Seitenwechsel.

    Duncan Robinson verteidigt James Harden.
    Duncan Robinson verteidigt James Harden. Rick Osentoski-Imagn Images

    Cleveland braucht dringend eine Antwort

    Coach Kenny Atkinson nahm Harden nach Spiel zwei zwar demonstrativ in Schutz und schob die Verantwortung teilweise auf sich selbst. Doch klar ist trotzdem, dass die Cavaliers diese Serie kaum gewinnen können, wenn Harden weiterhin weder effizient scort noch konstant Vorteile kreiert.

    Die Probleme sind nicht neu. Bereits in der Serie gegen Toronto wirkte Harden phasenweise auffällig passiv, produzierte unnötige Ballverluste und hatte Schwierigkeiten, konstant Vorteile im Eins-gegen-Eins zu kreieren. Gegen die deutlich aggressivere und athletischere Defense Detroits werden diese Probleme einfach noch klarer sichtbar.

    Die eigentliche Sorge geht deshalb sogar noch über diese Serie hinaus. Viele der aktuellen Probleme wirken nicht wie eine kurzfristige Formschwäche, sondern wie ein körperlicher und spielerischer Abbau eines alternden Stars.

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    Lukas Hetterich

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    107
    :
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    Cleveland Cavaliers
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    Detroit Pistons
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