vor 7 Stunden
Cleveland bleibt daheim ungeschlagen
Donovan Mitchell hat mit einem Playoff-Rekord den Cleveland Cavaliers den Ausgleich in der Serie gegen die Detroit Pistons beschert. In Spiel 4 der Conference Semifinals überragte der Guard mit 43 Punkten.

Gerade einmal einen von acht Würfen hatte Donovan Mitchell in der ersten Halbzeit für vier Zähler verwandelt, die Pistons führten zur Pause mit vier Punkten. Doch dann riss der All-Star die Partie komplett an sich und markierte satte 39 Punkte in der zweiten Halbzeit, was die Einstellung des Playoff-Rekords (Sleepy Floyd) bedeutete.
Direkt nach der Pause verbuchte Mitchell 13 Punkte bei einem 18:0-Lauf der Cavs, der die Weichen auf Sieg stellte. Der 29-Jährige holte sich dabei durch einige Floater Selbstvertrauen und traf dann endlich auch seine Distanzwürfe, während Detroit nichts traf und sich schlimme Ballverluste leistete.
Zum Ende des Viertels verkürzte Detroit zwar noch einmal auf neun Zähler, doch James Harden und Dennis Schröder mit einem Floater stellten die alten Kräfteverhältnisse schnell wieder her. Drei Minuten vor Schluss hisste Pistons-Coach bei 15 Punkten Rückstand schließlich die weiße Flagge, der Rest war nur noch etwas Ergebniskosmetik. Harden steuerte 24 Punkte (5/14 FG, 9/9 FT) und elf Assists zum Erfolg bei, Schröder traf drei seiner vier Versuche für sieben Zähler in knapp 20 Minuten. Evan Mobley (17) glänzte in der Defense mit fünf Blocks.
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Das war ein Baustein des Erfolgs, der anderen die zahlreichen Fouls der Pistons, die Cleveland 34-mal an die Freiwurflinie schickten (DET: 9/12 FT). Dazu leisteten sich die Gäste 20 Ballverluste, sodass auch eine Wurfquote von 50,6 Prozent zu wenig war. Cade Cunningham (19, 7/16, 6 Assists, 5 TO) machte sein schlechtestes Spiel der Serie, auch die zuletzt überzeugenden Tobias Harris (16, 6/17) und Jalen Duren (8, 2 Rebounds) enttäuschten.
Besser machten es die Bankspieler Caris LeVert (24, 10/16) und Paul Reed (15), für einen Sieg reichte das aber nicht. Die Cavs bleiben in den Playoffs daheim ungeschlagen (6-0), warten aber weiter auf den ersten Auswärtssieg (0-5). Diesen werden sie aber benötigen, um erstmals seit acht Jahren wieder die Conference Finals zu erreichen. Spiel 5 in der Nacht auf Donnerstag bietet dafür die nächste Chance. Der mögliche Gegner steht bereits seit Sonntag fest, die New York sweepten die Philadelphia 76ers und müssen nun auf den Ausgang dieser Serie warten.
