22.02.2026
Nach der Überraschung gegen Bamberg
Einen Tag nach dem überraschenden Aus im TOP-FOUR-Halbfinale gegen die BMA365 Bamberg Baskets stellte sich Dragan Tarlac, Sportdirektor Dragan Tarlac versuchte sich nun am Rande des Finales zwischen Alba Berlin und Bamberg mit Erklärungen.

Dabei verwies der Serbe zunächst auf das Format des BMW TOP FOUR, das Überraschungen wahrscheinlicher machen würde "Es ist eine Frage der Energie und der frischen Beine. Dieses Turnier-Format bietet allen Teams die gleiche Chance, das haben wir gestern wieder erlebt", meinte Tarlac in einer kleinen Medienrunde in den Katakomben des SAP Garden.
Mitte des vierten Viertels führten die Bayern noch mit sieben Punkten, brauchten dann aber plötzlich zwei Dreier, um sich überhaupt in die Verlängerung zu retten. Dort schien die Batterie leer und Bamberg erzielte gegen die beste Verteidigung Deutschlands in gerade einmal fünf Minuten 20 Punkte.
Auffällig dabei: Coach Svetislav Pesic wechselte erst 19 Sekunden vor dem Ende der Overtime, als es fast schon zu spät war. Vier Akteure spielten 30 Minuten oder mehr, Nationalspieler Johannes Voigtmann kam nach der Pause überhaupt nicht mehr zum Einsatz. Auch Niels Giffey spielte wenig, gleiches galt für den unter Pesic so starken Justinian Jessup (nur 14:19 Minuten).
"Wir haben in alle Vertrauen und der Basketball entwickelt sich dahin, dass Rotationen über die Saison breiter werden", erklärte Tarlac die Entscheidung seines Coaches. "In den entscheidenden Spielen wird die Rotation aber kürzer, das ist überall so, ob NBA oder Top Four."
Nicht mit dabei waren dagegen der erfahrene Stefan Jovic, der unter der Woche Schulterprobleme hatte, sowie Big Man Wenyen Gabriel, der nach dem Frankfurt-Spiel für ein paar Tage kränkelte. An den fehlenden Alternativen lag es dennoch nicht. "Wir haben genug Erfahrung und Siegermentalität, um solche Spiele zu gewinnen. Wir haben genug Qualität im Kader."
Gegen Bamberg reichte das an diesem Nachmittag nicht und sorgte für die erste Enttäuschung unter Pesic. Dies wolle man intern analysieren und daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Tarlac deutete dabei auch auf die Planungen für die kommende Saison hin, bat aber um Verständnis, dass er dabei nicht weiter ins Detail gehen wolle.
Auch diverse Gerüchte rund um einen möglichen neuen Trainer zur kommenden Saison blieben unkommentiert, während der Serbe auch noch einmal beteuerte, dass man unbedingt Andi Obst halten wolle. Zuletzt hatten internationale Medien gemeldet, dass der Nationalspieler sich in Verhandlungen mit Dubai befinde.
Das alles ist aber noch Zukunftsmusik, nun müsse sich der Fokus auf die verbleibenden Wettbewerbe richten. "Wir werden in der EuroLeague keine Spiele abschenken und wir werden auch in der Meisterschaft alles geben. Das ist Teil unserer Mentalität für uns essenziell."
Robert Arndt