22.02.2026
Demonia mit dem Siegtreffer
Die BMA365 Bamberg Baskets haben ihren überragenden TOP-FOUR-Auftritt mit einem Finalsieg gegen Alba Berlin vollendet. Dabei avancierte Demarcus Demonia im finalen Angriff zum Matchwinner.

Keine 24 Stunden nach ihren jeweiligen Einsätzen in den Halbfinals am Vortag ging es zwischen Bamberg und Berlin schon wieder zur Sache; diesmal allerdings im direkten Duell um den Pokal. Dabei erwischten die Berliner in Person von Malte Delow (17, 6/9) den besseren Start. Das Alba-Eigengewächs erzielte neun der ersten elf Punkte seiner Mannschaft, tat den Bambergern immer wieder mit seinen flinken Drives weh.
Bei den Oberfranken wiederum blieben die Topscorer des Vortages zunächst blass. Cobe Williams (6 PTS, 1/7 FG, 7 AST) kassierte früh sein drittes Foul, auch Ibi Watson (10 PTS, 3/8) musste lange auf seinen ersten Feldwurf warten. Zum Ende des ersten Durchgangs konnten sich die Hauptstädter erstmals distanzieren. Delow landete einen schwierigen Leger plus Foul, kurz vor der Sirene erhöhte Kayil (7 PTS, 3/13 FG, 7 REB) dann abgeklärt aus der Distanz auf +7 (15:22).
Bamberg tat sich auch nach der ersten Viertelpause schwer. Schließlich war es Demarcus Demonia (19 PTS, 6/9), der den Franken neuen Geist einhauchte. Nach Crowley-Dreier hing der Flügelspieler Delow ein Foul beim Korbleger an und verkürzte auf einen Punkt. Ein Roberts-Dunk im Fastbreak sowie ein Delow-Dreier beruhigten die Gemüter der Gelb-Blauen wieder. Das letzte Wort hatte allerdings Bambergs Watson. Sein erster erfolgreicher Feldwurf - wie könnte es anders sein: ein Dreier. Mit 36:37 ging es in die Kabinen.

jos
Den frischen Wind nahm der US-Amerikaner gleich mit in den dritten Abschnitt. Nach Kayil-Turnover versenkte der Guard den nächsten Distanzwurf - diesmal zur Führung. Alba reagierte unbeeindruckt. Weil Kayil Rhythmus vermissen ließ, zog Doppellizenzspieler Guy Artman plötzlich die Fäden. Vor Ende des dritten Viertels sammelte er durch den Dreier von Wood bereits seinen dritten Assist ein. An der Linie erhöhte der Spanier auf +8 (50:58).
Mit der Rückkehr von Watson und Williams fanden die Bamberger im Schlussviertel zu ihrer Struktur zurück. Und auch von außen fielen die Würfe plötzlich. Krimmer, dann Balint, dann sogar Onu - und der Berliner Vorsprung war wieder auf einen Zähler geschmolzen. Das Momentum tendierte jetzt klar zugunsten der Oberfranken, die sich auch der Unterstützung zahlreicher neutraler Fans im SAP Garden gewiss waren. Per And-One brachte Krimmer gar die Führung, ehe Onu per Poster-Dunk die Halle zum Beben brachte.
Alba hatte seine letzten Reserven aber noch nicht ausgeschöpft. Zwei Dreier von Mattisseck brachten die Berliner wieder auf Augenhöhe. Die Bamberger hatten das bessere Ende dennoch auf ihrer Seite, weil der heiße Demonia die entscheidenden Punkte per Drive brachte. Kayil verpasste den möglichen Siegtreffer aus der Distanz.
Demonia wurde im Anschluss auch zum MVP des TOP-FOUR-Turnieres gewählt. Hier geht's zur News.