21.02.2026
Geschichte wiederholt sich für den Liga-Primus
Der FC Bayern München muss wie im Vorjahr im TOP FOUR bereits im Halbfinale die Segel streichen. Die BMA365 Bamberg Baskets gewinnen nach einer spektakulären Verlängerung, was auch Bayern-Coach Svetislav Pesic ins Staunen brachte.

Manchmal gibt es eben doch Dinge, die der älteste Trainer Europas noch nicht gesehen hat. Überraschungen wie das Aus seiner Bayern sind Pesic nicht fremd, es ist schließlich gar nicht so lange her, dass er als serbischer Nationaltrainer im EM-Achteilfinale an Finnland scheiterte. Die Art und Weise, wie Bamberg den haushohen Favoriten eliminierte, ließ Pesic aber staunen,
"Sie haben in der Verlängerung 20 Punkte erzielt, so etwas habe ich in meiner Karriere noch nicht erlebt", meinte der Serbe. Drei Viertel lang war es ein Abnutzungskampf, beide Teams blieben unter 40 Prozent aus dem Feld, doch dann fielen die Würfe auf beiden Seiten - und wie.
Sechs Dreier in Folge verwandelten die beiden Teams zusammengerechnet, Bamberg hatte durch Ibi Watson das letzte Wort, weil Andi Obst nach einem Steal und zwei Punkten Rückstand und noch 20 Sekunden auf der Uhr eine fragwürdige Entscheidung traf und direkt am Mann hochstieg. Vermutlich hätte Bayern hier einen besseren Wurf haben können.
So wiederholte sich die Enttäuschung des Vorjahres, als die Münchner noch unter Coach Gordon Herbert in Weißenfels an Gastgeber Syntainics MBC im Halbfinale scheiterten. "Natürlich können wir besser spielen, in der Defense, was unsere Energie angeht", gestand Pesic ein und bediente sich einer alten Phrase: "Du spielst nur so gut, wie die andere Mannschaft es zulässt."
Letztlich war es ohnehin glücklich, dass der Meister sich überhaupt in die Verlängerung retten konnte. In der Schlussminute der regulären Spielzeit holten die Bayern durch Dreier von Obst und Neno Dimitrijevic sechs Zähler auf und erzwangen die Verlängerung, wo dann Bamberg noch einmal komplett aufdrehte.

Die Bayern verpassen somit erneut schon im Februar das erste Saisonziel und bekommen so unverhofft einen Tag frei, bevor es am Donnerstag in der EuroLeague bei Real Madrid weitergeht. Das Minimalziel Qualifikation für die Play-Ins ist auch hier kaum noch erreichbar, sodass erneut alle Hoffnungen auf der Bundesliga ruhen.
rar