21.02.2026
Oberfranken gewinnen OT-Krimi
Die Sensation ist perfekt. Im ersten Halbfinale des BMW TOP FOUR schalteten die BMA365 Bamberg Baskets den Gastgeber und haushohen Favoriten FC Bayern München aus. In einem intensiven Spiel setzten sich die Oberfranken mit 103:97 nach Verlängerung durch.

Im Finale treffen die Bamberger nun am Sonntag um 16.30 Uhr auf Alba Berlin, die sich deutlich gegen die EWE Baskets Oldenburg im zweiten Halbfinale durchsetzten.
Eine Minute vor Schluss sah es nicht gut für die Bayern aus, doch Dreier von Andi Obst und Neno Dimitrijevic erzwangen die Verlängerung. Dort lieferten sich beide Teams einen wilden Shootout mit vielen Dreiern. Moritz Krimmer hatte für Bamberg das letzte Wort, während Obst einen möglichen Gamewinner verpasste. Die Oberfranken machten schließlich von der Linie alles klar.
Die besten Scorer der Bayern waren Dimitrijevic (24, 7 Assists) und Vladimir Lucic (17 Punkte) und Obst stand vor dem Schlussviertel bei zwei Zählern, beendete den Arbeitstag aber mit 17 Punkten. Für Bamberg waren Ibi Watson (22) und Cobe Williams (22, 10 Assists) die fleißigsten Punktesammler.
Die Bayern begannen mit einigen Nachlässigkeiten fahrig, es dauerte 2:30 Minuten, bevor Justus Hollatz einen Dreier mit der Sirene verwandelte. Bei Bamberg lief dagegen der Ball und die Oberfranken spielten sich nach einem Distanzwurf von E.J. Onu eine 17:12-Führung heraus. In den folgenden knapp 3:30 Minuten ließen die Bayern nur drei Zähler zu und gingen mit Viertelende durch Freiwürfe von Neno Dimitrijevic erstmals in Führung (21:20).

rar
Das Momentum erspielten sich die Gastgeber aber nicht. Die Bamberger hatten an den Brettern zwar große Probleme, profitierten aber auch davon, dass von draußen beim Pesic-Team kaum etwas klappte (1/9). Erst Kapitän Vladimir Lucic sorgte für ein seltenes Erfolgserlebnis (31:27), Andi Obst gelang dagegen kaum etwas in der ersten Halbzeit. So waren die Bamberger voll im Spiel, auch wenn München zur Pause mit 36:34 vorne war.
Bis dahin war die Partie zäh, nach der Halbzeit fielen dann auch endlich die Würfe. Lucic traf zweimal mit Foul, Bamberg konterte jeweils aus der Distanz und erstickte jegliche Läufe im Keim. Die Dreier der Münchner waren kein Faktor, dazu konnten sich die Gastgeber kaum Vorteile erspielen. Stattdessen war es Ibi Watson, der Bamberg kurz vor Ende des dritten Viertels wieder in Führung brachte (53:54).
Jener Watson legte nach der Viertelpause direkt mit einem weiteren Dreier nach, zwei Jumper von Dimitrijevic folgten für die Bayern. Mit seinem ersten erfolgreichen Dreier ging München durch Obst nach drei Minuten wieder in Front, kurz darauf wurde der Nationalspieler beim Dreier gefoult. Da sich Bambergs Coach Anton Gavel darüber lautstark beschwerte, gab es zusätzlich ein technisches Foul und Obst netzte alle vier Versuche (68:61).
Cobe Williams übernahm in dieser Phase die Verantwortung, drei Minuten vor Schluss stellte der Guard per Leger auf 75:72 aus Bamberger Sicht. Isiaha Mike vergab zwei Freiwürfe, Moritz Krimmer erhöhte per And-1. Den Gästen gelang nun auch alles, ein Stepback-Dreier von Williams fühlte sich eine Minute vor dem Ende wie die Vorentscheidung an, doch ein wilder Dreier von Obst und ein weiterer von Dimitrijevic nach Offensiv-Rebound erzwangen die Verlängerung, das war für den Meister aber nicht genug.