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    NBA

    vor 3 Stunden

    Was passiert in der Offseason?

    Frühes Aus und offene Fragen: Warum Denver gegen Minnesota scheiterte

    Die Denver Nuggets sind überraschend bereits in der ersten Runde an den Minnesota Timberwolves gescheitert. Nach dem Aus rückt vor allem eine Frage in den Fokus: Warum kam ein Titelkandidat so früh ins Straucheln?

    Die Nuggets-Saison ist vorbei.
    Die Nuggets-Saison ist vorbei. Jesse Johnson-Imagn Images

    Die Probleme der Nuggets waren keine Momentaufnahme von Spiel 6 - sie zogen sich durch die gesamte Serie. Schon früh geriet Denver ins Hintertreffen, weil Nikola Jokic ungewohnt schwer in Rhythmus fand. In den ersten vier Spielen traf der dreimalige MVP nur 39 Prozent seiner Würfe - ein drastischer Einbruch für einen Spieler, der in den Playoffs sonst konstant auf Elite-Niveau agiert. "Ich muss besser spielen", sagte Jokic selbstkritisch. "Ich habe erst ab Spiel 3 meinen Rhythmus gefunden."

    Minnesota hatte dafür die passende Antwort. Mit Rudy Gobert im Zentrum und der Länge auf den Flügeln nahmen die Timberwolves dem Nuggets-Star genau die Räume, die sein Spiel normalerweise so unaufhaltsam machen. Jaden McDaniels setzte zusätzlich defensiv Akzente, störte Passwege und machte das Two-Man-Game zwischen Jokic und Jamal Murray zur Geduldsprobe.

    Gerade Murray, sonst bekannt für seine Playoff-Momente, fand nie in die Serie. Der Guard traf nur 33 Prozent seiner Würfe und hatte große Probleme, sich gegen McDaniels Separation zu verschaffen. Vor allem in Spiel 6 konnte er mit 4/17 FG nicht die notwendige Unterstützung für den Joker liefern. "Sie waren heiß darauf, gegen uns zu spielen", sagte Murray. Stattdessen blieb Denvers wichtigste offensive Konstante nahezu wirkungslos.

    Murray wurde hauptsächlich von McDaniels verteidigt.
    Murray wurde hauptsächlich von McDaniels verteidigt. Jesse Johnson-Imagn Images

    Schwaches Shooting - Zu wenig Hilfe für Jokic

    Hinzu kam das schwache Shooting im gesamten Team. Insgesamt traf Denver in den sechs Spielen nur 31,5 Prozent seiner Dreier. Selbst als Jokic im weiteren Verlauf bessere Zahlen auflegte, fehlte es an verlässlicher Unterstützung. Spieler wie Cameron Johnson hatten einzelne gute Momente, konnten diese aber nicht konstant bestätigen. Die Nuggets-Offense, in der Regular Season noch die effizienteste der Liga (121,2 Off. Rating), wirkte über weite Strecken statisch und ausrechenbar.

    Ein weiterer entscheidender Faktor waren die Ausfälle. Vor allem Aaron Gordon, einer der wichtigsten Two-Way-Spieler im System, verpasste gleich drei Partien und war auch in seinem Einsatz sichtbar limitiert. Auch Peyton Watson fiel komplett aus. "Brauchen wir sie? Definitiv", sagte Jokic - wollte dies aber nicht als Ausrede gelten lassen.

    Denver Nuggets: Alle Spieler, Verträge und Gehälter

    Wollten es die Timberwolves einfach mehr?

    Dass die Timberwolves die Serie am Ende sogar ohne mehrere eigene Leistungsträger entschieden, unterstreicht die Problematik zusätzlich. Denver fehlte es nicht nur an Tiefe, sondern auch an Konstanz und Energie - Qualitäten, die Minnesota über die gesamte Serie hinweg verkörperte. Vor allem in Sachen Energie waren die Wolves einen Gang höher. Allein das Reboundverhältnis von 50:33 in Game 6 für Minnesota zeigt, dass sie dieses Spiel mehr wollten.

    Die Konsequenz fällt entsprechend deutlich aus. "Wir sind weit entfernt von einem Titel", stellte Nikola Jokic nüchtern fest. Für einen Champion von 2023 ist das eine bemerkenswert klare Einordnung - und ein Hinweis darauf, dass in Denver ein Sommer voller Fragen bevorsteht.

    Fragen um die Zukunft: Wie geht es mit Braun, Watson und Gordon weiter?
    Fragen um die Zukunft: Wie geht es mit Braun, Watson und Gordon weiter? Denver Post via Getty Images

    Wie geht es für die Nuggets weiter?

    Im Zentrum steht dabei auch die Kaderstruktur. Der Trade für Cameron Johnson, der im Sommer für Michael Porter Jr. kam, sollte mehr Flexibilität und Shooting bringen. Zwar zeigte Johnson in Spiel 6 mit 27 Punkten, welches Potenzial in ihm steckt, über die Serie hinweg blieb sein Einfluss jedoch zu unbeständig. Gleichzeitig entwickelte sich Porter Jr. bei den Nets für viele Beobachter in Richtung All-Star-Niveau - ein Vergleich, der in Denver zwangsläufig aufkommt.

    Der Denver-Brooklyn-Trade

    Nuggets bekamenNets bekamen
    Cameron JohnsonMichael Porter Jr.
    2032 first-round pick (unprotected)

    Auch darüber hinaus wirft der Kader Fragen auf. Aaron Gordon kämpft weiterhin mit Verletzungen und konnte erneut nicht konstant helfen, während Spieler wie Christian Braun den nächsten Schritt bislang schuldig bleiben. Dessen Fünfjahresvertrag über 125 Millionen Dollar tritt ab der kommenden Saison in Kraft. Dieser hat zudem Peyton Watson steht zudem vor einer wichtigen Offseason als Restricted Free Agent, was zusätzliche Entscheidungen erfordert.

    Klar ist: Das Fundament um Jokic und Jamal Murray bleibt bestehen - und beide betonten, dass ihr Zusammenspiel weiterhin das Herzstück eines Contenders sein kann. Doch nach diesem frühen Aus steht die Organisation unter Zugzwang, die richtigen Anpassungen vorzunehmen. Der Anspruch in Denver ist klar - und nach dieser Serie scheint er weiter entfernt als gedacht.

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    Sam Müller