09.07.2025
Williams überragte in den Finals
Jalen Williams offenbarte in einem YouTube-Video das Ausmaß seiner Verletzung während Playoffs. Der 24-Jährige spielte trotz eines gerissenen Handgelenkbandes - und fast 30 Schmerz-Injektionen.

Williams musste während der Playoffs auf die Zähne beißen - und tat es still. Wie der ehemalige Santa Clara Bronco nun in einem YouTube-Video berichtete, zog er sich am 9. April bei einem Zweikampf mit Devin Booker einen Riss des scapholunären Bandes im rechten Handgelenk zu. Die Folge: starker Schmerz, ein brennendes Gefühl in der Hand - und insgesamt 28 bis 29 Injektionen mit Lidocain und Cortison, um überhaupt spielen zu können. Um die Schwellung und Instabilität zu kaschieren, setzten die Thunder auf spezielle Tapes unter Williams’ Armsleeve.
Den Eingriff ließ Williams erst nach der Saison vornehmen. Er habe seine Würfe angepasst, um das Handgelenk möglichst zu entlasten, trotzdem fiel er phasenweise in Shooting-Slumps zurück - besonders in der zweiten Playoff-Runde gegen Denver (38 % FG, 23 % 3P). Doch aufgeben war keine Option: "Ich dachte mir, das kann nicht umsonst gewesen sein. Wir müssen das Ding gewinnen", so Williams. Der Titelgewinn gab ihm recht.
Kritik an seiner Leistung hatte Williams bewusst nicht kommentiert, um Gegnern keinen Hinweis auf seine Verletzung zu geben. "Ich wollte der Welt nicht sagen, dass ich verletzt war - und dann hat sich plötzlich jeder auf mich gestürzt und behauptet, ich wäre nicht bereit für den Moment. Was jetzt offensichtlich falsch ist", sagte er im Rückblick. "Das war das Nervigste daran, denn es liegt in der Natur des Menschen, dass man einfach herausschreien will, dass man verletzt ist. Aber ich konnte mich fokussieren und habe es nicht als Ausrede benutzt." Stattdessen ließ er Taten sprechen: 34 Punkte in Spiel 4 der Western Conference Finals gegen Minnesota, 40 Punkte in Spiel 5 der Finals gegen Indiana.
Nach dem Titel lobte Thunder-Präsident Sam Presti seinen Einsatzwillen: "Er hat sich nie beschwert, keine Ausreden gesucht - und zum Schluss sein bestes Basketball gespielt."
sgm