09.07.2025
Zuhause endlich gefunden?
In seiner zwölften NBA-Saison geht die Nordamerika-Reise für Dennis Schröder weiter. Die Sacramento Kings sind bereits das zehnte Team, für das der DBB-Kapitän auflaufen wird. Doch, macht der 31-Jährige klar, ist es diesmal anders.

Zehn Teams in zwölf Jahren, davon sieben in den letzten fünf Saisons. Hatte die NBA-Karriere von Dennis Schröder bei den Atlanta Hawks einst so stabil und kontinuierlich begonnen, sitzt der Braunschweiger inzwischen dauerhaft auf gepackten Koffern. Allein in der vergangenen Spielzeit lief Schröder für drei verschiedene Teams auf. Nun vollzog der 31-Jährige den nächsten Wechsel.
"Ich bin wirklich, wirklich dankbar für diese Möglichkeit", sagte Schröder auf der Vorstellungs-Pressekonferenz bei seinem neuen Team, den Sacramento Kings. In der kalifornischen Hauptstadt hatte der Point Guard soeben einen neuen Dreijahresvertrag über kolportierte 45 Mio. Dollar unterschrieben. Noch glücklicher als über die gesicherte Zukunft in der besten Liga der Welt schien er allerdings über die Anerkennung, die ihm von General Manager Scott Perry entgegengebracht wurde: "Dieses Commitment von einer Organisation zu bekommen, von Scott, das ist etwas, was ich in den letzten Jahren nicht hatte."
Kein Wunder: 2023 hatte Schröder, damals noch bei den Toronto Raptors, einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Letztlich trug er in dieser Zeit das Trikot vier verschiedener Mannschaften. "Ich nehme für mich immer das Positive daraus mit", stellte er klar. "In der letzten Saison war ich bei drei Teams und hatte die Möglichkeit, Stephen Curry und Draymond Green kennenzulernen. Dann bei Detroit Cade Cunningham und all die Jungs."
| Punkte | Rebounds | Assists | |
|---|---|---|---|
| 2021/22 | 13,5 | 3,3 | 4,6 |
| 2022/23 | 12,6 | 2,5 | 4,5 |
| 2023/24 | 14,0 | 3,0 | 6,1 |
| 2024/25 | 13,1 | 2,6 | 5,4 |
Nun soll für Schröder, Vater dreier Kinder, wieder mehr Ruhe in den Alltag einkehren. Eine Grundvoraussetzung dafür: Sportlicher Erfolg. Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft ist sich sicher, dass man für diesen alle Mittel besitzt. "Wir haben eine Menge Talent. (...) Wir wollen da rausgehen und sicherstellen, dass wir in jedermanns Arsch treten. Und das ist es, was wir tun werden."
Dabei nimmt Schröder, wie schon in Detroit, eine Führungsrolle für sich in Anspruch: "Wenn ich in einem Spiel zehn bis 15 Würfe nehmen muss, weil es mir das Spiel so sagt, dann mache ich es. Aber abseits davon werde ich immer versuchen, das Spiel zu diktieren, meine Mitspieler in eine Position zu bringen, großartig zu sein. Und am wichtigsten: das Spiel zu gewinnen."
Julius Ostendorf