16.01.2026
Effekt wirkt sofort gegen die Bucks
Nach der deutlichen Niederlage gegen Oklahoma City reagierten die San Antonio Spurs ungewöhnlich kreativ: Victor Wembanyama und Keldon Johnson rasierten sich gegenseitig die Köpfe. Die Aktion zeigte direkt ihre Wirkung.

Als die San Antonio Spurs am Donnerstag zum Training erschienen, fehlte etwas Entscheidendes: Haare. Victor Wembanyama und Keldon Johnson tauchten nach der klaren 98:119-Niederlage gegen die Oklahoma City Thunder komplett kahlgeschoren auf.
"Wenn wir gegen OKC verlieren, passieren schlimme Dinge", sagte Teamkollege De’Aaron Fox trocken. Nach der Landung seien beide direkt in Wembanyamas Auto gestiegen und hätten kurzerhand zum Rasierer gegriffen.
Auslöser war laut Johnson ein simpler Gedanke: etwas verändern. "Vic war so: 'Yo, lass uns den Kopf rasieren.' Und ich war sofort dabei", erklärte Johnson. Schon länger habe er mit der Idee gespielt, jetzt war der Moment da.
Die Aktion blieb nicht ohne sportliche Wirkung. In ihrem ersten Spiel mit Glatze feierten die San Antonio Spurs in der Nacht einen Sieg gegen die Milwaukee Bucks und meldeten sich damit direkt zurück im oberen Westen.
Angeführt wurden die Spurs einmal mehr von Victor Wembanyama, der als Topscorer 22 Punkte, 10 Rebounds sowie starke 5 von 6 Dreiern auflegte. Auch Keldon Johnson leistete seinen Beitrag und kam auf sieben Punkte und acht Rebounds. Mit dem Sieg kletterten die Spurs wieder auf Rang zwei der Western Conference. Ausgerechnet nach einer Phase, in der sie zuletzt an Boden verloren hatten.
Wichtiger als die Frisur ist aber die Botschaft: Zusammenhalt statt Krise. Gerade für ein junges Team ist dieser Abschnitt der Saison oft der Moment, in dem die Euphorie nachlässt.
Johnson brachte es auf den Punkt: "Ich komme jeden Tag gerne zur Arbeit. Lernen, lachen, gute Zeiten, schlechte Zeiten, genau das schafft echte Bindungen." Die Spurs mögen aktuell sportlich Gegenwind haben, aber mental scheint das Team enger zusammengerückt zu sein.
kon