vor 7 Stunden
Fahrplan bis zur WM 2030
Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft der Frauen hat die Weltmeisterschaft mit einem historischen vierten Platz abgeschlossen. Wie geht es nun weiter? Ein kleiner Blick in die nähere Zukunft.

Platz sechs bei der EM 2023, Viertelfinale bei den Olympischen Spielen 2024, Platz fünf bei der EM 2025 und nun Rang vier bei der Heim-WM. Die DBB-Frauen haben sich in den in den vergangenen Jahren stetig gesteigert und beim Blick auf den Kader sollten keine Zweifel entstehen, dass Deutschland in den kommenden Jahren nicht zumindest im erweiterten Kreis der Weltspitze zu verorten ist.
Neun der zwölf Kaderspielerin sind 27 Jahre oder jünger, das beste Basketball-Alter steht ihnen also noch bevor. Mit Marie Gülich (32) und Alexis Peterson-Smalls (31) waren nur zwei Frauen über 30, sie sollten aber zumindest noch bis Olympia 2028 in den Planungen der Mannschaft sein (wenn sie es denn möchten).
Dazu bleibt die Frage, wann und ob Satou Sabally (28) in die Nationalmannschaft zurückkehren wird. Die Berlinerin musste wegen einer Kopfverletzung absagen und hat erst 15 Spiele für Deutschland absolviert. Olympia war ihr bisher einziges großes Turnier, die DBB-Frauen haben mit ihr also noch ein Ass im Ärmel, die eine echte Unterschiedsspielerin ist und die gegen Frankreich im Ballvortrag gesehenen Probleme lösen kann.
Das nächste Turnier steht derweil schon im kommenden Sommer auf dem Programm. Vom 16. bis zu 27. Juni 2027 wird die nächste Europameisterschaft in Belgien, Finnland, Schweden und Litauen ausgetragen, wobei die K.o.-Runde in Vilnius gespielt wird. Die EM findet allerdings erneut während der WNBA-Saison statt, die dafür nicht pausieren wird. Somit ist offen, welche Spielerinnen dann zur Verfügung stehen.
Das Turnier selbst ist aber nicht unwichtig, da sich die ersten sechs Mannschaften einen Platz für eines der Olympia-Qualifikationsturniere sichern. Gleichzeitig muss sich Deutschland aber auch erst einmal für die EM qualifizieren. Die deutsche Mannschaft war hier alles eine der zehn besten Nationen in Topf eins gesetzt und bekommt es in zwei Fenstern im November und im Februar mit Ungarn, Portugal und Dänemark zu tun. Die ersten beiden Teams qualifizieren sich für die EM - also eine machbare Aufgabe.
Die nächste WM findet übrigens 2030 in Japan statt, dann allerdings erst Ende November und über knapp zwei Wochen, um einerseits der WNBA aus dem Weg zu gehen, andererseits, um dem Turnier mehr Aufmerksamkeit zu bescheren. Dafür wird es wieder Qualifikationsturnier im März 2030 geben.
Robert Arndt