13.03.2026
Celtics-Star hatte 14 Freiwürfe gegen OKC
Jaylen Brown hat nach der knappen Niederlage der Boston Celtics bei den Oklahoma City Thunder deutliche Kritik am aktuellen Officiating in der NBA geäußert. Der Star der Celtics beklagte, dass Spieler zunehmend für sogenanntes "Foul Baiting" belohnt würden.

Nach dem 102:104 in Oklahoma City wurde Jaylen Brown deutlich. Obwohl der Celtics-Star selbst auf 34 Punkte und 14 Freiwurfversuche kam, kritisierte er eine Entwicklung, die ihm in der NBA zunehmend missfällt. Brown erklärte, dass Spieler aus seiner Sicht immer häufiger davon profitieren, Kontakte zu überzeichnen, statt einfach den Abschluss zu suchen. "Ich weiß nicht, vielleicht gleicht sich am Ende alles aus, aber ich betreibe kein Foul Baiting", sagte Brown. "Ich versuche nicht zu floppen - aber es fühlt sich fast so an, als müsste man es tun."
Besonders in der Schlussphase der Partie sei er nach eigenen Angaben mehrmals physisch zum Korb gezogen, ohne dafür die entsprechenden Pfiffe zu bekommen. Brown beschrieb Foul Baiting als das bewusste Hervorheben von Kontakt, wobei es beim Zug zum Korb nicht mehr primär um den Abschluss gehe. "Wir loben Spieler dafür, dass sie das Spiel auf die richtige Art spielen - aber die Vorteile bekommen diejenigen, die versuchen, das Spiel zu manipulieren. Für mich ist das kein Basketball. Lasst uns einfach Basketball spielen", sagte Brown.
Einen Namen nannte der Forward dabei nicht, auch wenn das Thema in der Liga regelmäßig mit Shai Gilgeous-Alexander verbunden wird. Der Thunder-Star erzielte beim Sieg gegen Boston 35 Punkte und baute seine historische Serie auf 127 Spiele in Folge mit mindestens 20 Punkten aus. Brown bekam in der Partie sogar sechs Freiwürfe mehr als Gilgeous-Alexander, der seine Punkte im Schlussviertel ohne einen einzigen Versuch von der Linie erzielte.
Zugleich sprach Brown erstmals seit seiner Ejection gegen die Spurs Anfang der Woche. Dort hatte er sich lautstark über einen aus seiner Sicht ausbleibenden Pfiff beschwert und dafür zwei technische Fouls kassiert. Rückblickend erklärte Brown, er sei "sauer" gewesen, weil er das Spiel nicht zu Ende spielen konnte. Gleichzeitig betonte er, dass Emotionen in großen Spielen dazugehören. Dass er im Anschluss weder gesperrt noch mit einer Geldstrafe belegt wurde, wertete er als Zeichen dafür, dass auch die NBA seine Reaktion zumindest teilweise nachvollziehen konnte.
sgm