vor 7 Stunden
Erster US-Präsident bei den NBA Finals
Erstmals in der Geschichte der NBA Finals wird sich ein US-Präsident das Geschehen selbst zu Gemüte führen. Die Vorbereitungen für den Besuch von Donald Trump im bevorstehenden dritten Aufeinandertreffen zwischen Knicks und Spurs laufen bereits auf Hochtouren. Zuspruch kommt nun auch von NBA-Boss Adam Silver, der angesichts von Kritik die einigende Funktion von Sport beschwört.

"Ich glaube, dass wir gerade im Sport das Gemeinsame betonen können und nicht das, was uns voneinander trennt", sagte der 64-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem Start der Finalserie. "[Sport] schafft ein Zugehörigkeitsgefühl. Wir sehen das in New York. Und ich glaube, Präsident Trump ist ein New Yorker mit Leib und Seele, und ich bin immer davon begeistert, wenn ein weiterer New Yorker an der Begeisterung und Freude rund um dieses Knicks-Team teilhaben möchte."
Silver ging in seiner Antwort aber noch einen weiteren Schritt auf den US-Präsidenten zu, der in den vergangenen Jahren ein ambivalentes Verhältnis zur NBA pflegte: "Bevor er für die Präsidentschaft kandidiert hat, war er ein großer Knicks-Fan. Ich bin schon lange Teil dieser Liga und habe früher viele Spiele zusammen mit ihm besucht."
Trump ist in New York geboren und aufgewachsen und machte aus seiner Anhängerschaft zur hiesigen Traditionsfranchise kein Geheimnis. Seine Teilnahme an Spiel 3 ist bereits eine ausgemachte Sache. Ob der 79-Jährige darüber hinaus auch beim folgenden Spiel 4 vor Ort sein wird - wo die Knicks Stand jetzt eine theoretische Chance auf den Meistertitel haben werden - ließ er sich indes offen.
Die gegenseitig schmeichelnden Worte zeigen, dass sich das Verhältnis zwischen Trump und der Basketballliga gebessert hat. Insbesondere während seiner ersten Amtszeit hatte er die politischen Handlungen von Ligaangehörigen auf populistische Weise scharf verurteilt. Unter anderem nannte er den Kniefall einiger Spieler im Zuge der Black-Lives-Matter-Proteste "furchtbar für den Basketball". Im Gegenzug hatten NBA-Champions während seiner beiden Amtszeiten auf den sonst traditionellen Besuch im Weißen Haus bislang verzichtet. Auch der amtierende Meister Oklahoma City Thunder tat dies, erklärte die Absage allerdings mit terminlichen Gründen.
jos