04.03.2026
NBA kompakt
Paolo Banchero führte die Orlando Magic mit einer Gala-Vorstellung zum Sieg gegen Washington. Auch in den übrigen Spielen der Nacht setzten mehrere Teams Ausrufezeichen - von einer Spurs-Demonstration in Philadelphia bis zum nächsten Erfolg der Thunder ohne ihren MVP.

Die Orlando Magic setzten sich mit 126:109 gegen die Washington Wizards durch und beendeten damit eine kleine Durststrecke von zwei Niederlagen. Paolo Banchero stellte mit 37 Punkten seinen Saisonbestwert ein und traf starke 15 seiner 21 Würfe aus dem Feld. Auch Desmond Bane überzeugte mit 25 Punkten, während Orlando als Team über 55 Prozent aus dem Feld traf. Moritz Wagner steuerte von der Bank zehn Punkte gegen sein Ex-Team bei (6/6 FT).
Washington hielt das Spiel zunächst offen und lag im zweiten Viertel kurzzeitig vorne. Doch ein Layup von Jalen Suggs brachte Orlando im dritten Abschnitt mit 66:56 in Führung - der Beginn einer dominanten Phase der Magic, die ihren Vorsprung zeitweise auf 25 Punkte ausbauten. Tristan da Silva kam als Starter auf acht Punkte und neun Rebounds, während die Wizards trotz 19 Punkten von Rookie Will Riley ihre sechste Niederlage in Folge kassierten.
Die New York Knicks setzten sich mit 111:95 bei den Toronto Raptors durch und feierten ihren fünften Sieg in den letzten sechs Spielen. Jalen Brunson glänzte mit 26 Punkten und zehn Assists, während Karl-Anthony Towns ein Double-Double aus 21 Punkten und zwölf Rebounds auflegte.

Toronto startete stark und lag im ersten Viertel zwischenzeitlich mit zehn Punkten vorne, doch New York drehte das Spiel bis zur Halbzeit. Für die Raptors reichten 31 Punkte von Brandon Ingram und 20 von RJ Barrett nicht aus. Die Knicks gewannen damit bereits zum zwölften Mal in Folge gegen Toronto.
Die Charlotte Hornets feierten mit einem 117:90 gegen die Dallas Mavericks ihren fünften Sieg in Serie und erreichten damit erstmals seit Ende Oktober wieder eine ausgeglichene Bilanz (31-31). Brandon Miller führte Charlotte mit 17 Punkten an, LaMelo Ball steuerte 15 Punkte und neun Assists bei.
Entscheidend war vor allem die Bank der Hornets: Die Reservisten trafen 12 von 21 Dreiern, angeführt von Grant Williams (vier Dreier) sowie Josh Green und Sion James mit jeweils drei Treffern. Dallas hingegen steckt weiter in der Krise - trotz 42 Freiwurfversuchen trafen die Mavericks nur 3 von 22 Dreiern und verloren zum 14. Mal in den letzten 16 Spielen.
Die Los Angeles Lakers haben gegen die New Orleans Pelicans ein starkes Finish hingelegt und mit 110:101 ihren dritten Sieg in Serie gefeiert. Luka Doncic führte L.A. mit 27 Punkten, zehn Rebounds und sieben Assists an, LeBron Jameslegte 21 Punkte (dazu 7 Rebounds, 7 Assists) nach.
Mit 21 Turnovern lagen die Lakers im vierten Viertel zurück, ehe sie mit einem 14:0-Lauf das Spiel drehten. New Orleans blieb dabei 4:18 Minuten ohne Feldkorb, L.A. gewann die Schlussphase insgesamt 24:7. Austin Reaves (15 Punkte) traf nach einem Fehlstart (erste acht Würfe daneben) wichtige Würfe, während Marcus Smart und Doncic mit späten Dreiern den Sieg absicherten. Für die Pelicans punkteten Zion Williamson (24), Trey Murphy III (21) und Saddiq Bey (18).
Die San Antonio Spurs reagierten eindrucksvoll auf ihre erste Niederlage nach zwölf Siegen und fertigten die Philadelphia 76ers mit 131:91 ab. Rookie Dylan Harper erzielte 22 Punkte, ebenso wie Devin Vassell, während Victor Wembanyama in einer kontrollierten Partie nur zehn Zähler benötigte.
San Antonio traf 18 Dreier und führte bereits nach drei Vierteln mit 49 Punkten. Philadelphia hingegen war stark ersatzgeschwächt: Joel Embiid, Paul George und Kelly Oubre Jr. fehlten, und die Sixers erzielten im dritten Viertel lediglich elf Punkte.
Auch ohne ihren MVP Shai Gilgeous-Alexander setzten sich die Oklahoma City Thunder mit 116:108 bei den Chicago Bulls durch. Youngster Jared McCain führte OKC mit 20 Punkten an, während Isaiah Joe 19 Zähler beisteuerte.

Die Thunder drehten das Spiel im dritten Viertel mit einem 14:3-Lauf und gingen mit einer zweistelligen Führung in den Schlussabschnitt. Isaiah Hartenstein wurde geschont, doch OKC verteilte die Last auf mehrere Schultern: Jaylin Williams kam auf 17 Punkte und 16 Rebounds, Chet Holmgren steuerte ein Double-Double bei (12/11). Bei den Bulls verpasste Josh Giddey gegen sein Ex-Team nur knapp ein Triple-Double (14/9/9) während Guerschon Yabusele auf ein Double-Double kam (18/12).
Die Minnesota Timberwolves gewannen 117:110 gegen die Memphis Grizzlies und feierten damit ihren vierten Sieg in Folge. Anthony Edwards überragte mit 41 Punkten und erzielte allein im Schlussviertel 13 Zähler, darunter drei Dreier.
Memphis führte zur Halbzeit noch mit fünf Punkten, doch Minnesota erhöhte nach der Pause die Intensität in der Defensive und übernahm im dritten Viertel erstmals die Führung. Ein später 12:2-Lauf der Grizzlies brachte noch einmal Spannung, doch die Wolves behielten die Kontrolle - während die Fans Edwards in der Schlussminute mit "MVP"-Rufen feierten.
sgm