29.03.2026
BBL am Sonntag
Die Skyliners Frankfurt haben im Play-In-Rennen einen wichtigen Sieg eingefahren. Dank eines Dreierregens in der ersten Halbzeit setzten sich die Hessen deutlich gegen die Rostock Seawolves durch.

In Braunschweig gehen langsam die Lichter aus. Durch die Siege der Konkurrenz (Hamburg, MBC) waren die Löwen gegen Alba quasi zum Siegen verdammt, doch auch ein mäßiger Auftritt der Berliner reichte, um in Niedersachsen zu gewinnen. Alba startete sehr mäßig, nur dank Offensiv-Rebounds und Justin Bean (16 Punkte) hielten die Berliner Anschluss, bevor es im zweiten Viertel etwas besser wurde.
Martin Hermannsson (5, 0/3 FG) gab dabei ein unauffälliges Comeback, dem Isländer war der Rost noch deutlich anzumerken. Dennoch zogen die Gäste Stück für Stück davon, nach der Pause besorgte Malte Delow per Dunk die erste zweistellige Führung der Partie. Braunschweig hatte dagegen komplett den Faden verloren, viertelübergreifend blieben die Löwen fast sieben Minuten ohne ein Field Goal, bevor Simi Shittu (11, 8 Rebounds) einen Fastbreak-Dunk verwandelte (42:54).
Ein echter Run gelang aber nicht mehr, weil Berlin zu oft leichte Korbleger bekam, vor allem für Malte Delow (19, 8/13). Der Nationalspieler markierte im vierten Viertel neun Zähler am Stück und in der Folge spielte es Berlin locker runter. Neben Delow und Bean scorte auch Moses Wood (15) zweistellig. Für die Löwen war Center David N’Guessan (17, 10 Rebounds) der beste Scorer.

Was für ein Drama in Heidelberg. Die Gastgeber sahen wie der sichere Sieger aus, doch Ulm gelangen in den letzten 30 Sekunden zwei Steals im Backcourt, doch jeweils vergab Mark Smith (6, 0/7 FG). Der mögliche Leger zur Führung rollte dabei einmal rund um den Ring und fiel doch raus. Auf der Gegenseite traf D.J. Horne dagegen die Freiwürfe. Mögliche Dreier zur Verlängerung von Chris Ledlum und Smith klatschten nur auf den Ring.
Die Academics senden damit ein Lebenszeichen im Abstiegskampf, bleiben aber weiterhin drei Siege hinter der Konkurrenz. Gegen den Playoff-Kandidaten aus Ulm machten die Heidelberger ein gutes Spiel und ließen sich auch nicht aus dem Konzept bringen, als die Gäste von der Dreierlinie heiß liefen.
Zehn von 17 Versuchen versenkte der Vize-Meister in der ersten Halbzeit, konnte sich aber aufgrund von Turnover-Problemen nicht richtig absetzen. Stattdessen brachte Michael Weathers (16) die Gastgeber mit zwei And-1s wieder in die Partie, es war Teil, eines 8:0-Laufs.
Der Guard glänzte auch defensiv mit zwei Blocks, dazu sorgten im Angriff D.J. Horne (23) und Samuel Williamson mit 17 Punkten, neun Rebounds und sieben Steals (!) für Wirbel. Marcel Keßen (11, 10 Rebounds) verbuchte ein Double-Double. Für Ulm war Chris Ledlum (22) bester Scorer, war aber nach der Pause kein großer Faktor mehr.
Wer neun seiner ersten 13 Dreier verwandelt, der ist schwer zu schlagen - und das zeigte sich auch in Frankfurt. Die Skyliners konnten in den ersten 20 Minuten kaum verfehlen, vor allem Ryan Hawkins (22, 6/8 Dreier) machte von der Dreierlinie ein richtig starkes Spiel.
Nach der Pause kühlten die Skyliners zwar minimal ab (am Ende 16/28), in Gefahr geriet der Erfolg aber nicht mehr. Neuzugang Tyger Campbell, der in der Vorsaison noch für Rasta Vechta aufgelaufen war, fügte sich nahtlos in die Mannschaft ein und steuerte zehn Zähler und vier Assists zum Erfolg bei. Zweistellig scorten zudem Nationalspieler Till Pape (16, 6/8) und Guard Isaiah Swope (18,7 Assists). Für Rostock punkteten T.J. Crockett (14) und Bent Leuchten (12, 8/11 FT, 6 Rebounds) am besten.
Durch den Erfolg rücken die Skyliners (11-15) bis auf einen Sieg an die Play-In-Plätze heran, nachdem man zuvor drei Niederlage in Serie einstecken musste. Das gilt nun für die Seawolves, die mit einer Bilanz von 12-12 aber weiterhin Neunter sind.