29.03.2026
Nächster Meilenstein für Obst
Die Veolia Towers Hamburg haben gegen den FC Bayern München einen Überraschungscoup gelandet. Vor über 12.000 Zuschauern in der Barclays Arena setzten sich die Towers mit 96:81 gegen den deutschen Meister durch.

Grundlage für den überraschenden Sieg war die überragende Dreierquote der Gastgeber, die satte 52 Prozent aus der Distanz trafen. Mann des Spiels war Kenny Ogbe (21 Punkte) mit fünf verwandelten Dreiern, aber auch L.J. Thorpe (24, 9/14 FG, 6 Assists) stand dem Deutschen in nichts nach.
Die Bayern begannen zwar gut, doch Hamburg kam mit einem 7:0-Lauf in Schwung. Die Gastgeber wirkten von der großen Kulisse angezündet, was vor allem für Ogbe galt. Dem Guard gelang zunächst ein krachender Dunk, im zweiten Viertel ließ er es dann vier Dreier in Serie regnen.
Die Towers führten zeitweise zweistellig, Ogbe hatte nur Pause bereits 16 Punkte eingesammelt (48:42). Nach der Pause flaute es aber ein bisschen ab, es dauerte über 3:20 Minuten bis Justinian Jessup (11) per Dreier die ersten Zähler markierte. Ansonsten gelang den Bayern aus der Distanz nicht viel, was vor allem an der Flaute von Andi Obst (22, 8/22 FG, 3/13 3P) lag. Der Nationalspieler war zwar lange Topscorer, doch traf in den ersten drei Vierteln keinen seiner acht Dreier.
Besser lief es für die Towers, die sich mit einem Schlussspurt und zwei getroffenen Dreiern von L.J. Thorpe (8 Zähler in Serie) wieder ein zweistelliges Polster herausspielten (69:59). Durch Oscar da Silva und David McCormack kamen die Bayern zwar wieder heran, doch als es eng wurde, fiel wieder der Dreier. Erst war Ogbe zur Stelle, dann Ross Williams.
Hamburg zog weiter davon, bei noch knapp fünf Minuten auf der Uhr traf Obst dann endlich seinen ersten Distanzwurf, was gleichzeitig der 700. seiner BBL-Karriere war. Nur drei andere haben mehr. Spannend wurde es trotzdem nicht mehr, die Towers spielten es souverän herunter.
Trotz Niederlage bleiben die Bayern souveräner Tabellenführer in der Bundesliga (20-4), am Mittwoch absolvieren die Münchner dann ihr letztes EuroLeague-Heimspiel gegen Fenerbahce. Hamburg hat nun vier Siege Vorsprung auf einen Abstiegsplatz und könnte mit einem Sieg in Oldenburg am Mittwoch womöglich sogar noch einmal ins Play-In-Rennen eingreifen.