25.03.2026
Wegen der Situation um Cade Cunningham
Die Diskussion um die 65-Spiele-Regel nimmt weiter Fahrt auf. Auslöser ist der Fall Cade Cunningham, dessen All-NBA-Chancen trotz starker Saison in Gefahr sind.

Die National Basketball Players Association (NBPA) hat sich klar gegen die aktuelle Regelung ausgesprochen und fordert zumindest eine Anpassung. Hintergrund ist die mögliche Nicht-Berücksichtigung von Cade Cunningham für individuelle Auszeichnungen, obwohl der Guard eine herausragende Saison spielt. Durch eine Lungenverletzung droht er jedoch die Mindestanzahl von 65 Spielen zu verpassen.
In einem Statement machte die Spielergewerkschaft deutlich, dass die Regel in ihrer aktuellen Form zu starr sei: "Cade Cunninghams mögliche Nicht-Berücksichtigung für Auszeichnungen nach einer Karriere-Saison ist ein klares Indiz dafür, dass diese Regel überarbeitet werden muss." Man fordere Ausnahmen für legitime Verletzungen, da zu viele verdiente Spieler durch die aktuelle Grenze ausgeschlossen würden.
Auch Cunninghams Agent Jeff Schwartz kritisierte die Regel deutlich: "Cade hat eine First-Team-All-NBA-Saison gespielt. Wenn er aufgrund einer ernsthaften Verletzung knapp unter der Grenze bleibt, sollte ihm diese Anerkennung nicht verwehrt werden." Die Liga müsse Exzellenz belohnen und dürfe nicht an starren Vorgaben festhalten, die den Kontext ignorieren.
Der Fall Cunningham ist dabei kein Einzelfall. Mehrere Stars wie LeBron James, Giannis Antetokounmpo oder Stephen Curry haben bereits zu viele Spiele verpasst, um für Auszeichnungen infrage zu kommen. Andere Topspieler wie Nikola Jokic oder Victor Wembanyama bewegen sich ebenfalls nahe an der Grenze. Stimmen aus der Liga, darunter Donovan Mitchell, sehen die Problematik ähnlich und betonen, dass Verletzungen nicht mit absichtlichen Pausen gleichgesetzt werden sollten.
sgm