21.03.2026
Pistons-Coach erneuert Kritik an 65-Spiele-Regel
Auch in der dritten Saison seit Einführung der 65-Spiele-Regel gibt es Kritik daran. Nach dem Ausfall von Pistons-Star Cade Cunningham legte nun auch Trainer JB Bickerstaff nach.

Mit Start der Saison 2023/24 hatte die NBA eingeführt, dass Spieler, um für Awards teilnahmeberechtigt zu sein, mindestens 65 Partien in der regulären Saison absolviert haben müssen. Damit darf ein Spieler also maximal 17 Spiele verpassen. Andernfalls sind weder Einzelawards wie MVP oder DPOY noch Nominierungen in All-NBA- oder All-Defensive-Teams möglich.
Pistons-Star Cade Cunningham spielte bis zuletzt die beste Saison seiner Karriere und galt auch als Anwärter im MVP-Rennen. Aufgrund eines Lungenkollapses wird der Guard nun aber voraussichtlich bis zum Playoff-Start nicht mehr zum Einsatz kommen und auch jegliche Award-Nominierungen verpassen. Bis dato stand er lediglich 61 Mal auf dem Parkett.
"Wenn jemand eine ernste Verletzung hat und bis dahin auf eine bestimmte Art und Weise zum Erfolg beigetragen hat, dann sollte man durchaus in der Lage sein, sich dafür zu qualifizieren", erklärte nun Detroit-Trainer JB Bickerstaff in Anspielung auf seinen Schützling. Zwar sei er sich durchaus im Klaren darüber, was die Intention der Regel war, die Umsetzung sei allerdings "schwer zu verstehen".
"Spieler sollten nicht das Gefühl bekommen, angeschlagen oder verletzt spielen zu müssen", legte Bickerstaff nach. Aber genau das sei inzwischen der Fall. Die Regel habe "Einfluss darauf, wie das Spiel gespielt und auch trainiert wird."
Neben Cunningham, der als Favorit auf eine All-NBA-Nominierung galt, haben noch zahlreiche weitere Starspieler ihre Berechtigung verloren. Darunter Joel Embiid (Philadelphia), Austin Reaves und LeBron James (beide L.A. Lakers) sowie Stephen Curry (Warriors). Nikola Jokic (16 Spiele verpasst) und Victor Wembanyama (15 Spiele verpasst) dürfen sich hingegen nur noch einen respektive zwei Fehltage erlauben.
jos