NBA
24.03.2026
Zum Geburtstag von Chris Bosh
Nach Finals-Schmach gegen Dirk: Das Championship-Team der Heat 2012

Nach Finals-Enttäuschung gegen Dirk: Das Championship-Team der Heat 2012
Chris Bosh wird heute 42 Jahre alt. Der Hall of Famer war Teil des legendären Big Three bei den Miami Heat um LeBron James und Dwyane Wade. Wir blicken zu diesem Anlass zurück auf den Playoff-Run von 2012 und den Kader der "Heatles".
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Der Weg in die Finals
Nach der durch den Lockout verkürzten 66-Spiele-Saison zogen die Miami Heat mit 46 Siegen als Nummer zwei im Osten hinter den Chicago Bulls in die Playoffs ein. In der ersten Runde traf Miami auf die New York Knicks und setzte sich mit einem Gentleman’s Sweep (4:1) durch. Es folgte eine physische Serie gegen die Indiana Pacers, die die Heat nach sechs Spielen für sich entschieden. In den Eastern Conference Finals wartete dann mit den Boston Celtics um Kevin Garnett, Paul Pierce und Rajon Rondo der größte Prüfstein auf dem Weg in die Finals. Die Serie ging über die volle Distanz, ehe sich Miami in sieben Spielen durchsetzte - nicht zuletzt dank LeBrons legendärer 45-Punkte-Gala in Spiel 6 in Boston.
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Die Finals
Nachdem die Heat im Vorjahr überraschend an Dirk Nowitzki und den Dallas Mavericks gescheitert waren, warteten in diesen Finals die Oklahoma City Thunder, die zuvor sogar einen 0:2-Rückstand gegen die erfahrenen San Antonio Spurs gedreht hatten und damit erstmals seit dem Umzug nach Oklahoma City in den Finals standen. Das junge Trio um Kevin Durant, Russell Westbrook und James Harden ging mit viel Selbstvertrauen in die Serie und gewann sogar Spiel 1. Letztlich waren die "Heatles" jedoch zu stark und entschieden die nächsten vier Partien in Folge für sich. Während bei den Thunder der erst 23-jährige Durant mit 30,6 Punkten pro Spiel glänzte, dominierte auf Seiten Miamis LeBron James mit 28,6 Punkten und 10,2 Rebounds. Auch Chris Bosh spielte nach seiner Verletzung eine wichtige Rolle und kam in den Finals auf 14,6 Punkte und 9,4 Rebounds pro Partie.
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POINT GUARDS: Mario Chalmers
Chalmers war als Point Guard deutlich mehr als nur ein Ergänzungsspieler. Trotz mancher Reibereien mit LeBron übernahm er in den Playoffs immer wieder Verantwortung, traf wichtige Würfe und gab dem Team als Ballhandler zusätzliche Stabilität. Nach acht Jahren in South Beach spielte der ehemalige Kansas Jayhawk noch zwei Jahre für die Memphis Grizzlies.
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Norris Cole
Der Rookie brachte Energie und Tempo von der Bank. Trotz seiner Unerfahrenheit konnte er wichtige Minuten geben und verlieh der zweiten Einheit zusätzliche Dynamik.
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SHOOTING GUARDS: Dwyane Wade
Wade blieb der emotionale Leader der Heat und eine extrem wichtige zweite Option neben LeBron James. Gerade in der Crunchtime landete der Ball häufig zuerst in seinen Händen, wenn Miami einen Bucket brauchte. Trotz körperlicher Probleme in der Saison lieferte er in den Playoffs starke Leistungen (22,8 PTS, 5,2 REB und 4,3 AST) und half entscheidend dabei, den zweiten Titel seiner Karriere nach Miami zu bringen.
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Mike Miller
Miller war als Shooter besonders in den Finals extrem wertvoll (41,3 %). Sein legendäres Spiel 5 mit sieben Dreiern bleibt bis heute eines der ikonischsten Shooting-Games der Finals-Geschichte.
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James Jones
Jones war als Schütze und Veteran eine verlässliche Ergänzung für den Kader. Als klassischer 3-and-D-Spieler sorgte er offensiv für wichtiges Spacing und verschaffte den Stars zusätzliche Räume, während er defensiv immer wieder gegen die besten Perimeter-Spieler des Gegners eingesetzt wurde.
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SMALL FORWARDS: LeBron James
LeBron war der klare Anführer und MVP dieser Mannschaft. Mit über 30 Punkten pro Spiel in den Playoffs und seiner legendären Game-6-Performance gegen Boston in den Conference Finals (45 PTS, 15 REB, 5 AST) veränderte er sein Vermächtnis nachhaltig und holte sich am Ende verdient den Finals-MVP.
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POWER FORWARD: Chris Bosh
Bosh war weit mehr als nur die dritte Option der Big Three. Seine Bauchmuskelverletzung gegen Indiana nahm Miami zwar zunächst einen wichtigen Baustein, machte aber gleichzeitig sichtbar, wie wertvoll sein Spacing, seine Defense und seine Vielseitigkeit für das gesamte Konstrukt waren. Nach seiner Rückkehr wurde er zum X-Faktor, vor allem mit 19 Punkten in Game 7 gegen Boston. In den Finals lieferte er dann wieder als Starter ab und zementierte endgültig seinen Wert für diesen Titelrun.
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Shane Battier
Battier war der perfekte Rollenspieler für ein Championship-Team. Seine Defense, sein Basketball-IQ und seine Fähigkeit, Stars wie Carmelo Anthony, David West oder Kevin Durant das Leben schwer zu machen, machten ihn unverzichtbar. Dazu traf er in den Playoffs die meisten Dreier des Teams (42) bei 38 Prozent und war einer der stillen Helden dieses Titelruns.
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Udonis Haslem
Haslem war das emotionale Herz der Franchise und brachte Härte, Erfahrung und Identität aufs Parkett. Auch wenn seine offensive Rolle nie groß war, blieb er als Rebounder, Verteidiger und Führungsspieler unverzichtbar. Seine gesamte 20-jährige NBA-Karriere verbrachte er bei den Heat.
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CENTER: Ronny Turiaf
Turiaf brachte von der Bank Einsatz, Energie und Härte. Gerade in kurzen Minuten war er jemand, der mit Hustle und Defense sofort Einfluss nehmen konnte.
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Joel Anthony
Anthony erfüllte die Rolle des defensiven Centers und sorgte vor allem für Rim Protection und Physis. Offensiv spielte er kaum eine Rolle, aber sein Einsatz in der Zone war für Miami wichtig.
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Juwan Howard
Mit 39 Jahren war Howard der erfahrene Veteran dieser Mannschaft und gewann spät in seiner Karriere endlich seinen ersten NBA-Titel. Später machte er sich dann auch als College-Coach einen Namen, wo er unter anderem Franz Wagner bei Michigan coachte.
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Rest des Kaders
Spieler wie Dexter Pittman, Terrel Harris oder Eddy Curry hatten nur kleinere Rollen, gehörten aber ebenfalls zu einem Kader, der trotz Verletzungen und Umstellungen immer wieder Lösungen fand. Besonders Curry, a.k.a. "Baby Shaq" sticht dabei heraus: Der 2,13 Meter große Big Man stand in der Spätphase seiner Karriere bei den Heat unter Vertrag und gewann in Miami seinen ersten NBA-Titel. Zuvor war er vor allem bei den Bulls und Knicks über Jahre ein produktiver Big Man, seine beste Saison spielte er 2006/07 in New York mit 19,5 Punkten und 7,0 Rebounds pro Partie.
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