10.06.2025
Eiskalte Overtime der Münchner
Der FC Bayern München zieht dank des 94:82-Sieges in Spiel 4 in Heidelberg ins Finale der BBL-Play-offs ein. Der Titelverteidiger aus München startete schläfrig, kämpfte sich aber nach und nach zurück und war in der Verlängerung souveräner als das Überraschungsteam der Saison aus Heidelberg.

Die MLP Academics Heidelberg starteten mit voller Energie in das entscheidende Playoff-Spiel. DJ Horne (17 Punkte) war mit 11 Punkten der dominierende Spieler im ersten Viertel, das die Gastgeber mit einem starken 28:14 für sich entschieden. Ein 10:0-Lauf zu Beginn setzte Bayern ordentlich unter Druck, die sich im Angriff wie in der Verteidigung schwer taten. Die Münchner konnten weder ihre Dreier treffen noch defensive Akzente setzen, während Heidelberg mit einem erneut starken Michael Weathers (16, 6 Rebounds) in allen Bereichen des Spiels überzeugte.
Doch der Titelverteidiger reagierte und zeigte im zweiten Viertel eine deutliche Leistungssteigerung. Besonders in der Verteidigung war die Intensität nun deutlich höher. Die Münchner nutzten die Fehler der Hausherren und fingen sich so wieder. Am Ende gewannen sie das Viertel mit 22:13 und verkürzten den Rückstand auf fünf Punkte. Es stand zur Halbzeit 41:36 für Heidelberg, doch die Bayern waren wieder im Spiel.
Das dritte Viertel begann hart umkämpft. Die Münchner drückten weiter, doch Heidelberg ließ sich nicht abschütteln. Ein spektakulärer Buzzer-Beater von DJ Horne, der über Nick Weiler-Babb hinweg zum Dreier traf, brachte die Halle zum Kochen. Doch auch die Bayern hatten ihre Highlights: Ein Monster-Block von Devin Booker folgte und Ryan Mikesell (10, 12 Rebounds) setzte noch einmal einen drauf mit einem weiteren starken Dreier. Das Viertel endete mit einem knappen 62:58 für Heidelberg.
Im letzten Abschnitt kam es dann zum Showdown. Andi Obst (19, 4 Steals) brachte Bayern 4 Minuten vor Schluss mit einem Dreier erstmals in Führung. Doch Heidelberg ließ nicht locker und antwortete mit einem And-One von Paul Zipser (8, 5 Rebounds), das gleichzeitig das fünfte Foul gegen Niels Giffey (13) markierte. In den letzten Sekunden setzte Erol Ersek mit einem Dreier zum 79:79 den dramatischen Ausgleich und zwang das Spiel in die Verlängerung.
Lukas Hetterich
In der Verlängerung zeigte Bayern dann seine Klasse. Heidelberg konnte mit den Kräften nicht mehr ganz mithalten. Der Favorit nutzte die Gelegenheit und spielte stark, vor allem Johannes Voigtmann (10, 7 Rebounds), der mit einem Dreier das Spiel zugunsten der Bayern entschied. Daneben glänzten Kapitän Lucic mit einem Double-Double (10, 12 Rebounds) und Shabazz Napier (19). Am Ende stand es 94:82 für die Münchner, die sich den Finaleinzug sicherten und nun auf den Gegner warten.