04.12.2025
Trendwende nicht zu sehen
Talfahrt vorerst nicht gestoppt: Ratiopharm Ulm bleibt auch im fünften Spiel nacheinander sieglos. Gegen Dolomiti Trento hielten die Donauschwaben lange gut mit, führten sogar noch zur Pause. Nach dem Seitenwechsel erfolgte jedoch der Einbruch. Ein Lichtblick war Neuzugang Justin Simon.

Der Flügelspieler, der erst vor wenigen Tagen wegen der vielen Ausfälle geholt wurde, überzeugte in seinem Debüt für Ulm mit 13 Punkten (6/10). Bester Ulmer Werfer war dagegen Nationalspieler Nelson Weidemann, der seine Knöchelprobleme überstanden zu haben scheint. Der Guard verließ das Feld mit 21 Punkten (6/12), konnte die letztlich hohe Niederlage aber nicht verhindern.
Dabei war Ulm zunächst gut im Spiel. Im Eingangsviertel gingen die Gäste aus Italien zwar früh in Führung, der deutsche Vizemeister fand allerdings immer wieder Wege, den Ausgleich oder gar einen Vorsprung herauszuspielen. Mit einer Führung ging allerdings Trento in die erste Viertelpause, nachdem Khalif Battle einen Dreier mit der Sirene verwandelte (22:24).
Davon unbeeindruckt setzte Ulm sein Spiel danach weiter fort, wobei viel über Nelson Weidemann ging. So auch in den Schlusssekunden der ersten Hälfte, als er einen weiteren Dreier zur Pausenführung traf - es waren seine Punkte 14 bis 16!
Mit dem Seitenwechsel verlor der deutsche Nationalspieler sein heißes Händchen - und damit auch die gesamte Ulmer Mannschaft. Ein 10:3-Lauf für die Italiener brachte diesen den ersten größeren Vorsprung ein. Wenig später wurde es dann zum ersten Mal auch zweistellig. Der offensive Flow der ersten Hälfte sollte auch danach nicht mehr zurückkehren. Der starke DJ Steward (18, 7/12) brachte Trento fünf Minuten vor Schluss dann sogar mit 20 Zählern in Front (68:88).
Viel Zeit zum Nachdenken haben die Ulmer allerdings nicht. In weniger als zwei Tagen wartet die nächste Aufgabe bei Aufsteiger Jena in der BBL (18.30 Uhr/live bei Dyn).
Julius Ostendorf
