09.09.2025
Souveräner Sieg gegen Polen
Die Türkei steht erstmals seit 2001 wieder in einem EM-Halbfinale. Das Team um NBA-All-Star Alperen Sengün, der das zweite Triple-Double dieser EM verbuchte, setzte sich im ersten Viertelfinale des Tages souverän mit 91:77 gegen Polen durch.

Die Polen verschliefen vor allem das zweite Viertel und die ersten Minuten nach der Halbzeit, das kostete ihnen letztlich das Spiel. In dieser Phase wollte kaum ein Wurf fallen, am Ende reichte auch eine kleine Aufholjagd nichts mehr, als man den Rückstand zeitweise auf acht Zähler verkürzen konnte. In den entscheidenden Momenten war die Türkei dann aber stets zur Stelle.
Die Türken erzielten 25 Punkte nach polnischen Ballverlusten (Polen: 5), verbuchten zehn Zähler in Transition (Polen: 7) und dominierten zudem auch noch die Bretter (18:8 zweite Chancen). Mitte des dritten Viertels wuchs der Vorsprung nach einem Dreier von Ex-NBA-Spieler Furkan Korkmaz erstmals auf über 20 Punkte (61:40), es fühlte sich zu diesem Zeitpunkt schon wie die Vorentscheidung an.
Es war der zehnte Assist des überragenden Alperen Sengün, der als zweiter Spieler dieser EuroBasket (nach Luka Doncic) mit 19 Punkten (6/14 FG), zwölf Rebounds und zehn Assists ein Triple-Double auflegte. Überhaupt gelang dies in der EM-Geschichte nur sechs Spielern (Doncic, Mateusz Ponitka, Rares Mandache, Toni Kukoc, Stojko Vrankovic).
Von seinen zehn Rebounds griff sich Sengün sieben am offensiven Brett ab, er war der Grund für die türkischen Vorteile in dieser Hinsicht. Ein Wermutstropfen war lediglich die Verletzung des bisher überragenden Cedi Osman (10, 5 Rebounds). Polens Mateusz Ponitka fiel im Fastbreak auf den Fuß des Panathinaikos-Forwards, der kurz darauf in die Kabine humpelte. Mitte des vierten Viertels versuchte es Osman noch einmal, eine Minute später war aber endgültig Schluss.
Die Türken konnten das aber kompensieren, gleich sechs Spieler scorten zweistellig. Für waren Ponitka (19, 6 Assists) und Jordan Loyd (19) die fleißigsten Punktesammler. Die Türkei tritt damit am Freitag im Halbfinale an, der Gegner wird am Abend zwischen Litauen und Griechenland ermittelt.
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