21.12.2025
München festigt Tabellenführung
Der FC Bayern München hat das erste Spiel nach der Entlassung von Gordon Herbert souverän für sich entschieden. In Köln setzte sich der deutsche Meister mit 83:55 gegen die Telekom Baskets Bonn durch. Dabei wurde mit knapp 19.000 Fans ein neuer Bundesliga-Rekord aufgestellt.

18.713 Zuschauer wollten das Duell zwischen Bonn und Bayern in der Lanxess Arena zu Köln sehen, somit wurde der 25 Jahre alte Bundesliga-Rekord gebrochen. Damals besuchten 18.506 Fans die Mutter aller Spiele zwischen Bonn und Alba Berlin. Damals unterlagen die Baskets und auch ein Vierteljahrhundert später wiederholte sich Geschichte.
Die Bayern rissen im ersten Spiel nach der Entlassung von Gordon Herbert (die Verantwortung lag bei Mihajlo Micic) zwar keine Bäume aus, liefen aber nie Gefahr, das Spiel zu verlieren. Die besten Scorer der Münchner waren Isiaha Mike (22 Punkte), Justinian Jessup (13, 6 Rebounds) und Andreas Obst (12, 5/9 FG), für Bonn erzielte Tylan Birts (12) die meisten Zähler.
Mit gut 16 Minuten Verspätung ging es in Köln los, da erst die Shotclock nicht funktionierte (es wurden mobile Uhren an die Banden gestellt) und dann auch noch nach einer großen Konfetti-Show das Feld geräumt werden musste. Die Bayern zeigte sich davon unbeeindruckt und wirkten sofort konzentriert - vor allem in der Verteidigung. In den ersten zehn Minuten versenkten die Bonner nur einen Wurf (1/15 FG) und lagen entsprechend mit 9:23 hinten.

Die Bayern trafen offensiv selbst nicht berauschend (40 Prozent über das Spiel), kontrollierten aber mal wieder die Bretter und sammelten zahlreiche zweite Chancen ein. Aber Bonn fing sich ein wenig, hier waren Birts und Ex-Nationalspieler Patrick Heckmann (8) die treibenden Kräfte. Die Bayern hatten im Zweifel aber stets eine Antwort, unter anderem durch zwei Dreier von Obst. So ging es mit 27:40 in die Halbzeit.
Die Bayern waren nun aber vor allem offensiv nicht mehr so konzentriert, konnten sich aber auf ihre individuelle Klasse verlassen. Das beste Beispiel besorgte Spencer Dinwiddie (11, 2/7), der erst ein Loch in den Boden dribbelte, dann aber per Stepback-Dreier traf und auch noch ein Foul gegen Heckmann zog. Der Vorsprung pendelte sich bei circa 15 Punkten ein.
Und so trudelte das Spiel im Schlussabschnitt ein wenig aus, Bonn präsentierte sich zu harmlos, um die Bayern noch einmal ins Schwitzen zu bringen, am Ende wurde es dann sehr deutlich. Durch den Sieg festigen die Münchner in der Bundesliga die Tabellenführung, während Bonn auf Rang neun abrutscht. Die Bayern müssen am Dienstag in der EuroLeague gegen Hapoel Tel Aviv antreten, am zweiten Weihnachtsfeiertag steht ein Gastspiel in Frankfurt auf dem Programm. Bonn spielt einen Tag später bei Kellerkind Heidelberg.