24.06.2025
Gastgeber mit nur zwei Punkten im vierten Viertel
Der FC Bayern München hat ein Entscheidungsspiel in heimischer Halle erzwungen. In einem defensiv geprägten vierten Spiel der Finalserie setzten sich die Münchner mit 67:53 bei ratiopharm Ulm durch und stellten auf 2-2. Matchwinner für die Bayern war Ex-Profi Shabazz Napier.

Entscheidung vertagt. ratiopharm Ulm hat das Heimspiel gegen die Bayern verloren und muss nun doch noch einmal in den SAP Garden, um die zweite Meisterschaft der Vereinshistorie einzufahren. Drei Viertel lang war es ein Abnutzungskampf auf beiden Seiten, danach übernahm der erfahrene Shabazz Napier, der mit 15 Punkten (5/8 FG) auch der beste Scorer auf Seiten der Bayern war.
Viertelübergreifend war es über sechs Minuten ein 22:2-Lauf, der das Spiel entschied. Neben Napier glänzte hier auch der viel gescholtene Devin Booker (11, 5 Rebounds). Bei Ulm lief offensiv nichts zusammen, als Team schossen die Schwaben katastrophale 26,6 Prozent aus dem Feld und leisteten sich 16 Ballverluste. Die besten Scorer waren Nelson Weidemann (13) und Tobias Jensen (10, 2/2 Dreier).
rar
Die Ulmer begannen nervös, die unveränderte Starting Five der Bayern agierte erneut pomadig. Erst mit der zweiten Fünf, die Bayern-Coach Gordon Herbert schnell brachte, kam Schwung rein. Justus Hollatz stieg zum Dunk hoch, Ivan Kharchenkov traf einen Dreier. Die Ulmer hatte dagegen offensive Probleme, in zehn Minuten gelangen nur drei Field Goals. Dafür war man mit einem Sechs-Punkte-Rückstand nach dem ersten Viertel noch gut bedient (13:19).
Dem Held von Spiel 3, Justinian Jessup, gelang derweil nichts (0/5), die Ulmer blieben auch dier ersten 3:20 Minuten ohne Field Goal, erst Philipp Herkenhoff beendete per Putback die Dürre (16:24). Die Bayern verpassten es hier, die Führung weiter auszubauen, stattdessen traf Ulm drei Dreier am Stück und plötzlich waren die Ulmer dank eines Drives von Nelson Weidemann erstmals vorne. Ulm dominierte jetzt das offensive Brett und bekam im Anschluss offene Dreier. Weidemann war mit zehn Punkten der Mann des Abschnitts, Ulm hatte die Partie zur Pause wieder ausgeglichen (32:32).
Ähnlich zäh ging es nach dem Wechsel weiter. Niemand fand einen Rhythmus, es gab kleine Unterbrechungen und Nickligkeiten. Gelungene Offensiv-Aktionen blieben Fehlanzeige, doch die Bayern bekamen noch einmal einen Push von Shabazz Napier. Der Ex-NBA-Profi zog erst ein Foul beim Dreier und netzte dann mit der Sirene einen tiefen Dreier, sodass die Bayern mit 49:44 vor dem Schlussabschnitt führten.

Dort platzte bei den Bayern endgültig der Knoten. Napier ließ einen weiteren Dreier folgen, Booker ließ es doppelt krachen und streute auch noch einen erfolgreichen Distanzwurf ein. Selbst ein Niels Giffey traf nun Nowitzki-Jumper, gut vier Minuten vor Schluss war die Sache erledigt und bei den Gastgebern gab es lange Gesichter (45:65). Ulm gelangen im vierten Viertel nur zwei Field Goal, zwei davon, als beide Teams ihrer Starter schon vom Feld genommen hatten.
Die Bayern ziehen damit zunächst einmal den Kopf aus der Schlinge und haben nun am Donnerstag im SAP Garden doch noch die Chance die Meisterschaft zu verteidigen. Spiel 5 beginnt um 20 Uhr (live bei Dyn).