06.05.2025
Final-Four-Ticket gebucht
Panathinaikos Athen hat sich im entscheidenden fünften Duell gegen Anadolu Efes durchgesetzt. Die Griechen waren in der ersten Hälfte drauf und dran einen Kantersieg einzufahren, brachen später ab wieder ein. In der Schlussphase ging Efes jedoch die Puste aus.

Gewiss keine Serie in den diesjährigen Playoffs polarisierte so sehr, wie die zwischen dem EuroLeague-Titelverteidiger Panathinaikos Athen und Anadolu Efes. Erst zuletzt im vierten Spiel der Serie war Pana-Trainer Ergin Ataman noch vor Schlusspfiff wutentbrannt aus der Istanbuler Arena gestürmt.
Und auch das fünfte - alles entscheidende - Aufeinandertreffen sollte hitzig beginnen - allerdings nur aufseiten der Gastgeber. Angeführt vom überragenden Cedi Osman, der zwölf der 18 Punkte Athens im Eingangsviertel erzielte, setzten sich die Griechen mit acht Zählern ab (18:10). Möglich war das aber vor allem deshalb, weil Efes offensiv zunächst überhaupt nicht stattfand. Nur sechs Punkte brachten die Türken in den ersten sieben Minuten auf die Anzeigetafel.
An diesem Verlauf änderte sich nach der ersten Pause nicht viel. Angepeitscht von ihrer völlig ekstatischen Fanbase auf den Rängen traf Panathinaikos einen Wurf nach dem anderen. Die Gäste schienen angesichts der Atmosphäre überfordert. Gegen Mitte des Viertels zog Athen durch Yurtseven auf +23 davon (36:13).
Doch gerade als man dachte, die Partie sei schon längst entschieden, begann Efes sich zu wehren. Ein 13:0-Lauf für die Gäste später, kratzte Efes an der Einstelligkeit. Anderthalb Minuten vor dem Pausenpfiff erzielte auch Shane Larkin (11, 4/13) endlich seine ersten Punkte des Spiels. Sein Abend sollte es aber dennoch nicht werden.
In der zweiten Hälfte kämpfte sich Anadolu Efes weiter heran. Kurz vor Ende des dritten Durchgangs verkürzte Thompson gar auf -3 (47:44). Ein Dreier mit der Schlusssirene von Mitoglou reaktivierte jedoch wieder das "OAKA".
Panathinaikos spielte weiter mit extrem hoher Intensität, gewährte unter tosendem Jubel der Anhänger keine einfachen Punkte. Der letztlich jedoch entscheidende Unterschied: Mit Cedi Osman hatte Panathinaikos den besten Mann dieses Abends in ihren Reihen. Auch in den Schlussminuten verdiente sich der ehemalige NBA-Spieler mehrere Gänge an die Freiwurflinie. Der Türke beendete die Partie mit einem Saison-High von 28 Punkten (8/15). Efes fehlte dieser Go-to-Guy hingegen und blieb am Ende einfach zu ungefährlich.
Panathinaikos löste damit das letzte Ticket für das Final Four in Abu Dhabi. Im Halbfinale treffen die Griechen auf Efes' Stadtkonkurrenten Fenerbahce Istanbul. Die Partie findet am 23. Mai statt.
Julius Ostendorf