06.05.2025
Theis und Co. im Final Four
Die AS Monaco hat sich im dramatischen fünften Spiel der Serie gegen den FC Barcelona durchgesetzt. Bis in die Schlussphase trennten beide Teams nur wenige Punkte. Das Final-Four-Ticket löste schließlich Mike James mit einer der letzten Aktionen.

Die AS Monaco war grandios in diese Playoff-Serie gegen Barcelona gestartet. Die beiden ersten Heimspiele gewann das Fürstentum mit 17 und 13 Punkten Vorsprung. Doch es folgte der überraschende Einbruch, wonach man die zwei Auswärtsspiele in Katalonien abgab. Es sollte also zum mit Spannung erwarteten Endspiel kommen.
Hier dominierte zunächst die für Entscheidungsspiele bekannte Unsicherheit. Keines der beiden Teams wollte zu Beginn ein hohes Risiko eingehen, gleichzeitig fehlte der offensive Rhythmus. Mit 15:19 für die Gäste ging es in die erste Pause.
Mit Beginn des zweiten Durchgangs änderte sich das Tempo des Spiels. Die Gastgeber entdeckten nun zunehmend die Zone für sich. Insbesondere der starke Center Georgios Papagiannis war nicht aufzuhalten (17, 7/8). Der Grieche verdrängte in diesen Minuten auch den eher unauffälligen Daniel Theis auf die Bank. In der letzten Possession der ersten Hälfte erhöhte schließlich Mike James (20, 8/12) per Dreier auf +6 (45:39).
Nach der Pause machte dieser direkt da weiter, wo er zuvor aufgehört hatte. Der Aufbauspieler der Monegassen erzielte die ersten fünf Punkte in Folge und sicherte seiner Mannschaft dadurch die erste zweistellige Führung des Spiels (49:39). Barcelona antwortete zumeist über den aktiven Justin Anderson (16). Aber auch Willy Hernangomez (16) nahm seine Mannschaft so langsam auf den Rücken. Mitte des Durchgangs glich der ehemalige NBA-Spieler bei 54 Punkten aus.
Ab hier entwickelte sich die Partie zum Krimi. Bis in die Schlussphase des Spiels wechselte die Führung immer wieder zwischen beide Teams hin und her - insgesamt 13 Mal! Anderhalb Minuten vor Ende brachte Kevin Punter (19, 6/12) Barcelona an der Freiwurflinie in Front (83:84). Mike James antwortete per Mitteldistanzwurf (85:84). Ein Dreier von Justin Anderson tanzte anschließend auf dem Ring und auch Punter vergab mit der letzten Aktion aus der Distanz. Ein dramatisches Ende in einem dramatischen Spiel!
Die AS Monaco trifft im Final Four der EuroLeague nun auf den Hauptrundensieger Olympiakos Piräus, die zuvor Real Madrid mit 3-1 ausgeschaltet hatten. Beide Halbfinals finden am 23. Mai in Abu Dhabi statt. Auch das anschließende Endspiel wird in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate ausgetragen.
Julius Ostendorf