vor 14 Stunden
Knicks-Serie gerissen
Die San Antonio Spurs haben in den NBA Finals ein Ausrufezeichen gesetzt und Spiel 3 im Madison Square Garden mit 115:111 gewonnen. Angeführt von Victor Wembanyama verhinderten die Texaner einen 0-3-Rückstand und verkürzten die Serie auf 1-2. Für die Knicks endete damit zugleich die Serie von 13 Playoff-Siegen in Folge.

Vor voller Hütte, inklusive US-Präsident Donald Trump, erwischte San Antonio den deutlich besseren Start. Während New York offensiv lange keinen Rhythmus fand, dominierten Victor Wembanyama (32 Punkte, 11/18 FG, 8 Rebounds, 6 Assists) und Stephon Castle (23, 5 REB, 5 AST) die Anfangsphase. Die Spurs führten früh mit 19:9. Besonders Wemby setzte sofort Akzente, traf seine ersten vier Würfe und brachte die Knicks-Defense immer wieder in Schwierigkeiten.
Für zusätzliche Emotionen sorgte bereits im ersten Viertel eine hitzige Szene zwischen Luke Kornet und Josh Hart. Nach einem Gerangel unter dem Korb gerieten beide aneinander, woraufhin Teile der Knicks-Bank auf das Feld stürmten. Die Schiedsrichter überprüften die Situation und verhängten letztlich ein Technisches Foul gegen Hart.
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Nach einem schwachen Start kämpfte sich New York aber zurück. Josh Hart (16, 8 REB, 5 AST) hielt die Gastgeber zunächst im Spiel, ehe im zweiten Viertel vor allem OG Anunoby (28, 5 REB) und Karl-Anthony Towns (11, 8 REB) aufdrehten. Anunoby traf wichtige Würfe von außen, Towns sorgte mit aggressiver Defense und einem Steal für neue Energie.
Zwischenzeitlich lagen die Knicks noch mit 13 Punkten zurück, ehe sie nach einem Foul von Castle an Anunoby bei einem Dreier einen langen Lauf starteten. Auch Jalen Brunson (32, 11/25 FG, 5 REB, 5 AST) übernahm immer mehr die Kontrolle und sorgte bei noch 4:18 Minuten vor der Pause mit einem Dreier erstmals für die Führung. San Antonio fand offensiv kaum noch Antworten. Die Spurs verloren das zweite Viertel mit 24:42 und gingen trotz ihrer starken Anfangsphase mit einem 57:64-Rückstand in die Kabine. Ein 10:1-Lauf zum Ende der ersten Hälfte brachte den Garden endgültig zum Beben
Nach dem Seitenwechsel reagierten die Spurs aber stark. Julian Champagnie (12) eröffnete das dritte Viertel mit sechs Punkten in Serie und leitete die Aufholjagd ein. Devin Vassell (11) traf wichtige Würfe, Dylan Harper (13, 9 REB) und Castle setzten immer wieder Nadelstiche. New York hielt zunächst dagegen, vor allem durch Anunoby und Hart. Doch als Brunson bei noch 4:29 Minuten im dritten Viertel sein viertes Foul kassierte und auf die Bank musste, kippte die Partie erneut. Die Spurs nutzten die Gelegenheit konsequent aus und gingen mit einer knappen 92:91-Führung in den Schlussabschnitt.

Im vierten Viertel entwickelte sich ein chaotisches und umkämpftes Spiel. Beide Teams hatten Probleme im Abschluss, mehrere strittige Szenen sorgten für Diskussionen. Besonders spektakulär wurde es, als Wembanyama einen tiefen Dreier inklusive Foul verwandelte, der Treffer nach Videostudium aufgrund eines vorherigen Fouls abseits des Balles aber aberkannt wurde. Trotzdem blieb der Franzose der entscheidende Faktor. Immer wieder setzte er Highlights am Ring, blockte Würfe und traf wichtige Freiwürfe. Auf der anderen Seite hielt Brunson die Knicks mit mehreren schwierigen Treffern im Spiel.
Als die Knicks bei noch 34 Sekunden nach einem Brunson-Dreier noch einmal auf Schlagdistanz kamen (108:111), antwortete De'Aaron Fox (12, 8 AST) eiskalt. Castle machte den 115:111-Auswärtssieg letztlich von der Freiwurflinie perfekt. Spiel 4 der NBA Finals findet ebenfalls im Madison Square Garden statt. Die Knicks führen die Serie mit 2-1 an.
Lukas Hetterich