30.10.2025
US-Star mit unauffälligem Auftaktspiel
Der FC Bayern hat das Wiedersehen mit Ex-Münchner Carsen Edwards und Virtus Bologna knapp gewonnen. Das Spiel stand ganz im Zeichen von NBA-Neuzugang Spencer Dinwiddie. Für die Schlagzeilen sorgte aber erneut ein anderer.

Erst zwei Tage zuvor, beim überraschenden Sieg gegen Real Madrid, überragte Forward Isaiah Mike mit 29 Punkten. Gegen Bologna erwischte der Kanadier erneut einen Sahnetag, erzielte 17 Punkte und ließ nur zwei Würfe liegen (6/8).
Einen eher unauffälligen Abend erlebte Neuzugang Spencer Dinwiddie bei seinem Debüt für die Bayern. Nach elf Jahren NBA-Basketball waren dem US-Amerikaner Anpassungsschwierigkeiten anzusehen. In der ersten Hälfte blieb der Guard stark zurückhaltend, blieb komplett punktlos. Nach dem Seitenwechsel agierte er dann etwas mutiger und erzielte seine ersten Punkte per schwierigem Korbleger.
In genau dieser Phase schwang das Pendel auf die Münchner Seite. Ein 12:2-Lauf distanzierte die Münchner erstmals zweistellig. Der starke Jessup sorgte dafür, dass auch das letzte Aufbäumen der beiden ehemaligen Münchner Carsen Edwards und Karim Jallow nicht von Erfolg gekrönt wurde. Der Guard, der im Sommer aus Ulm kam, erzielte allein acht seiner zwölf Punkte im Schlussabschnitt und zog den Italienern damit den Zahn.
Im Schlussviertel gerieten die Gäste endgültig ins Hintertreffen - über mehr als sechs Minuten gelang ihnen kein einziger Punkt. Dann sorgte Andi Obst mit seiner Treffsicherheit für die Entscheidung: Der Nationalspieler erzielte allein im letzten Abschnitt elf Zähler und war mit insgesamt 21 Punkten der beste Werfer der Bayern.
Ex-Bayer Edwards beendete die Partie mit 16 Punkten (7/19). Center Smailagic steuerte 17 Punkte für Bologna hinzu.
Die Bayern beenden die EuroLeague-Doppelwoche mit zwei Erfolgen und stehen nun bei einer ausgeglichenen Bilanz von vier Siegen aus acht Spielen in der Königsklasse. Bereits am kommenden Montag geht es in der Bundesliga weiter - dann empfangen die Münchner um 20 Uhr die MLP Academics Heidelberg.
Julius Ostendorf