vor 6 Stunden
Ant-Man übernimmt im Schlussviertel
Die Minnesota Timberwolves haben Spiel 4 gegen die San Antonio Spurs mit 114:109 gewonnen und die Serie damit zum 2:2 ausgeglichen. Anthony Edwards übernahm im Schlussviertel, während Victor Wembanyama bereits früh nach einem Flagrant-2-Foul vom Platz gestellt wurde.

Die Szene des Abends ereignete sich bereits früh im zweiten Viertel. Victor Wembanyama traf Naz Reid bei einem Frustfoul mit dem Ellenbogen am Hals und wurde nach Ansicht der Schiedsrichter wegen eines Flagrant-2-Fouls direkt aus der Partie geworfen. Während das Publikum im Target Center den Abgang des Spurs-Stars lautstark feierte, konnten die Timberwolves den personellen Vorteil zunächst nicht konsequent nutzen. Reid spielte trotz des harten Kontakts weiter und kam am Ende auf 15 Punkte und neun Rebounds.
San Antonio ließ sich vom Ausfall seines Superstars zunächst nicht aus dem Konzept bringen. Vor allem Dylan Harper und De’Aaron Fox übernahmen offensiv Verantwortung und hielten die Spurs mit zahlreichen Pull-up-Jumpern im Spiel. Beide Guards erzielten jeweils 24 Punkte, Stephon Castle steuerte weitere 20 Zähler bei. Nach mehreren Ballverlusten der Wolves im dritten Viertel erspielten sich die Spurs sogar erneut eine Führung und lagen zu Beginn des Schlussabschnitts zwischenzeitlich mit acht Punkten vorne.
sgm
Dann übernahm Anthony Edwards. Der Wolves-Star erzielte 16 seiner insgesamt 36 Punkte im vierten Viertel und leitete mit mehreren schwierigen Distanzwürfen die Wende ein. Ein Dreier aus knapp acht Metern brachte Minnesota zunächst wieder heran, wenig später traf Edwards einen weiteren Catch-and-Shoot-Dreier zur ersten Führung seit Mitte des dritten Viertels. Immer wieder suchte der Guard dabei auch die Interaktion mit den Fans und puschte die Halle für die Schlussphase zusätzlich auf.

In den letzten Minuten kontrollierten schließlich Minnesotas Big Men die Partie. Rudy Gobert, der mit elf Punkten und 13 Rebounds ein Double-Double auflegte, verwandelte zunächst ein wichtiges Three-Point-Play nach einem Zuspiel von Reid und erhöhte kurz darauf nach einem Pass von Julius Randle per Dunk auf sechs Punkte Vorsprung. Reid legte anschließend per Putback nach und stellte 40 Sekunden vor Schluss auf sieben Punkte Differenz.
Die Spurs gaben sich dennoch nicht geschlagen. Harper sorgte mit starkem Einsatz noch einmal für Hoffnung, als San Antonio nach Steal und Freiwürfen auf drei Punkte verkürzte. Doch nach einer chaotischen Szene bei einem langen Einwurf behielt Minnesota die Nerven. Ayo Dosunmu wurde gefoult und verwandelte 9,8 Sekunden vor dem Ende beide Freiwürfe zur Entscheidung.
Damit reist die Serie nun beim Stand von 2:2 zurück nach Texas, wo am Dienstagabend (Mittwochmorgen deutscher Zeit) Spiel 5 stattfindet.
