17.12.2025
Wechselbad der Gefühle in Warschau
Die MLP Academics Heidelberg sind auf dramatische Art und Weise in die Play-Ins der Basketball Champions League eingezogen. Nach deutlichem Rückstand in der ersten Hälfte machten die Neckarstädter die Aufholjagd inklusive doppelter Verlängerung klar.

Die Ausgangssituation vor dem Spiel war klar: Mit einem Sieg würde Heidelberg sicher als Zweiter aus der Vorrunde hervorgehen. Bei einer Niederlage müsste man zittern. Und so kam es auch.
Die Neckarstädter legten einen eklatanten Start ins Spiel hin, kamen offensiv überhaupt nicht in den Gang. Noch im Eingangsviertel gingen die gastgebenden Polen zweistellig in Führung, vor der Halbzeitpause baute Legia den Vorsprung auf bis zu 23 Punkte aus.
Mit dem Seitenwechsel kam die Trendwende. Nach einem guten Auftakt ins dritte Viertel wirkte nun Warschau zunehmend verunsichert und lies vorne zahlreiche, teil auch einfache Treffer liegen. Heidelberg nutzte seine Chance und kämpfte sich zurück. Kurz vor Ende des Durchgangs stellte Horne (13 PTS) gar auf -2 (56:54).
Angesichts des parallelen Sieges von Promitheas gegen Vilnius musste Heidelberg gewinnen - so viel war zu diesem Zeitpunkt bereits klar. Und doch ging der Flow im Schlussviertel wieder verloren. Das Gute: Auch Warschau tat sich in jedem Angriff extrem schwer und verpasste die Chance, den Sack zuzumachen.
So brachte Horne die Heidelberger elf Sekunden vor Schluss wieder auf zwei Punkte heran. Ein Offensivfoul öffnete die Tür zum Ausgleich, durch die Osunniyi 11 PTS, 10 REB) die Gäste auch hindurch bugsierte. Die erste Verlängerung brachte noch keine Entscheidung, dafür die zweite. Hier avancierte Michael Weathers mit fünf seiner insgesamt 23 Punkte einmal mehr zum Matchwinner.
Damit schließt Heidelberg die Vorrunde dramatisch als Zweiter ab, während Warschau selbst aus dem Wettbewerb ausgeschieden ist. Das Team von Trainer Danny Jansson steht in der Zwischenrunde, die im Januar ausgetragen wird, dem tschechischen Klub ERA Nymburk gegenüber und genießt hier über drei Spiele Heimvorteil (2-1).
Julius Ostendorf