10.09.2025
Zwei Georgier fliegen vorzeitig
Finnland steht zum ersten Mal in der Verbandsgeschichte im Halbfinale einer EM. Im Duell der Überraschungsteams setzte sich das "Wolfsrudel" gegen Georgien mit 93:79 durch und würde bei einem DBB-Sieg gegen Slowenien der deutsche Gegner im Halbfinale sein.

17 ihrer 31 Dreier verwandelten die Finnen, es war die Grundlage für den Halbfinaleinzug. Sasu Salin verwandelte gleich vier Distanzwürfe, die besten Scorer waren aber erneut NBA-All-Star Lauri Markkanen (17 Punkte, 7/12 FG) und Mikael Jantunen (19). Bei Georgien waren Sandro Mamukelashvili (20) und Tornike Shengelia (18, 5/13, 5 Assists) die fleißigsten Punktesammler.
Die Schnelligkeitsvorteile der Finnen waren sofort zu sehen, auch wenn die ersten Dreier danebengingen. Das änderte sich Mitte des Abschnitts, als unter anderen Routinier Salin zwei Distanzwürfe traf und eine schnelle zweistellige Führung etablierte. Nach zehn Minuten hatte Finnland schon sechs Dreier versenkt, sodass es bereits 28:15 stand.
Georgien fing sich aber und zeigte sich selbst treffsicher von draußen, doch defensiv fand das Team von Coach Aleksandar Dzikic keinen Zugriff. Finnlands Supertalent Miikka Muurinen lieferte gute Minuten, dazu war Jantunen voll im Rhythmus. Bei Georgien steckte dagegen NBA-Center Goga Bitadze (14, 6 Rebounds) in Foulproblemen, neben Shengelia war er der Lichtblick der ersten Halbzeit, dennoch führte Finnland mit 57:40.
Nach dem Wechsel wuchs der Vorsprung auf bis zu 20 Zähler an, doch die Georgier steckten nicht auf. Sie kamen häufiger zum Korb, dazu leisteten sich die Finnen nun Ballverluste, die Georgien weitere leichte Zähler bescherten. Sinnbildlich dafür standen die letzten Sekunden des dritten Viertels, als Sandro Mamukelashvili Markkanen im Backcourt den Ball klaute und den Rückstand wieder in den einstelligen Bereich drückte (71:62).

rar
Und die Georgier hatten Oberwasser. Der Vorsprung schmolz weiter, bevor Miro Little einen wichtigen Dreier mit ablaufender Uhr versenkte. Wenig später flog dann auch noch Bitadze wegen eines unsportlichen Fouls vom Feld, was Finnland auch noch mit einem seltenen Fünfpunktspiel bestrafte. Dumme Fouls hielten dann die Georgier im Spiel, doch die Big Plays gelangen den Finnen. Das sorgte für Frust, nach Bitadze flog auch Shengelia mit einem zweiten unsportlichen Foul vom Feld.
Für Georgien war es dennoch das beste Resultat in der Verbandsgeschichte. Gleiches gilt für die Finnen, die nun am Freitag im Halbfinale gegen den Sieger der Partie zwischen Deutschland und Slowenien antreten werden.