vor 15 Stunden
Heim-WM in Berlin
Deutschlands Basketball-Frauen haben die Zwischenrunde bei der Heim-WM in Berlin erreicht. Im letzten Gruppenspiel setzte sich das Team von Bundestrainer Olaf Lange nach einer starken Vorstellung deutlich mit 83:58 gegen Mali durch.

Deutschland beendet die Gruppenphase damit hinter Spanien auf Rang zwei, die Ibererinnen setzten sich deutlich gegen Japan durch und holten sich den Gruppensieg. Schon morgen sind die DBB-Damen somit schon wieder gefragt, wenn Deutschland in der Zwischenrunde auf den Drittplatzierten der Gruppe B, Südkorea trifft. Tip-Off ist 20.45 Uhr in der Uber Arena. Mali ist dagegen trotz der Sensation gegen Spanien als Letzter ausgeschieden.
Die besten Scorerinen für das deutsche Team waren Luisa Geiselsöder (17 Punkte) und Frieda Bühner (21, 4/6 Dreier), dazu glänzte Leonie Fiebich (7, 2/8, 9 Rebounds, 6 Assists) mit einer weiteren starken All-Around-Leistung. Bei Mali war die WNBA-Spielerin Sika Kone (8, 11 Rebounds) am auffälligsten, doch auch sie wurde von der deutschen Defense gut kontrolliert.
Die zuletzt kranke Alexis Peterson-Smalls (9, 5 Assists) stand dem Team nach einer Lebensmittelvergiftung wieder zur Verfügung, kam aber erst einmal von der Bank. Bundestrainer Olaf Lange vertraute der Starting Five gegen Japan und der Start glückte. Fiebich traf den ersten Dreier und auch Sorgenkind Geiselsöder konnte sich schnell Selbstvertrauen holen. Mali hielt mit Physis dagegen, die Afrikanerinnen erarbeiteten sich im ersten Viertel acht Freiwürfe und blockten drei deutsche Versuche. Dennoch hatte das DBB-Team die Kontrolle und führte nach zehn Minuten mit 23:18.

Der Rhythmus beim deutschen Team war da, vor allem Fiebich hatte fast überall ihre Finger im Spiel. Wirklich absetzen konnte man sich aber nicht, Mali schaffte es immer wieder schnell abzuschließen. Gleichzeitig fehlte defensiv die Ordnung, Bühner nutzte dies zu drei sehr offenen Dreiern und auch Alex Wilke sowie Marie Gülich (9, 4 Rebounds) halfen von draußen bei einem 15:3-Lauf. Mali wirkte angeschlagen, offensiv ging jetzt nicht mehr viel. Deutschland führte zur Pause mit 49:32.
Nach dem Wechsel legte Mali zwar einen schnellen 5:0-Lauf hin, doch Nervosität kam nicht auf. Stattdessen antwortete das DBB-Team mit einem 7:0-Run und fünf Zählern von Geiselsöder. Auch Emily Bessoir, in den ersten Spielen kaum eingesetzt, spielte hier gute Minuten, was aufgrund der Foulprobleme von Emma Eichmeyer wichtig war. Nach einer Auszeit von Mali fingen sich die Gäste, aber wieder hatte Deutschland eine Antwort. Nach Stops ging es wieder schnell und der Vorsprung wurde wiederhergestellt. Mit 64:44 ging es in den Schlussabschnitt.
Dort ließen die deutschen Frauen vor den Augen von Männer-Kapitän Dennis Schröder nichts mehr anbrennen, zu harmlos präsentierte sich Mali im Angriff. Im Schlussabschnitt versuchten diese mehr Dreier, doch die Trefferquote ließ arg zu wünschen übrig (6/28). Rund vier Minuten vor dem Ende war klar, dass hier nichts mehr anbrennen würde und Bundestrainer Lange nahm entsprechend seine besten Spielerinnen runter, um diese für das morgige Spiel zu schonen.
rar