28.02.2026
Sieg war schon sicher geglaubt
Dennis Schröder und die Cleveland Cavaliers haben eine dramatische OT-Niederlage gegen die Detroit Pistons kassiert. Dabei hatten sie den Sieg schon sicher geglaubt.

Beim besten Team des Ostens und ohne ihre beiden verletzten Star-Guards Donovan Mitchell und James Harden zeigten die Cavs eine aufopferungsvolle Leistung und führten nach einem schönen Alley-Oop-Dunk von Schröder auf den starken Jarrett Allen (25 Punkte, 9 Rebounds) mit neun Punkten 2:44 Minuten vor dem Ende.
Anschließend kämpften sich die Pistons auf einen Zähler ran, Schröder besorgte mit einem schönen Drive 36 Sekunden vor dem Ende aber erneut die Drei-Punkte-Führung, ehe es hektisch wurde. Jalen Duren brachte die Seinen mit einem Putback-Dunk wieder in Schlagdistanz, Evan Mobley blieb an der Linie aber cool und stellte den alten Abstand wieder her. Mit 4,7 Sekunden auf der Uhr wollten die Cavs das Spiel dann im Freiwurfduell über die Zeit bringen, weshalb Jaylon Tyson Daniss Jenkins extra foulten wollte, um diesen an die Linie zu schicken. Der 24-Jährige schaffte es aber tatsächlich, beim Foul den Ball von der Mittellinie loszuwerden und bekam drei Freiwürfe zugesprochen, die er allesamt zur Overtime versenkte.
Dort merkte man beiden Teams die Mühen an, die das Spiel gekostet hatte. Detroit musste dabei sogar ohne ihren Superstar Cade Cunningham auskommen, der am Ende der regulären Spielzeit aufgefoult hatte. Insgesamt erzielten beide Mannschaften zusammen nur 13 Punkte, für die Entscheidung sorgte Tobias Harris mit einem Jumper mit 22 Sekunden Restspielzeit Anschließend hatten sowohl Sam Merrill als auch Evan Mobley die Chance, das Spiel von Downtown erneut zu verlängern, ihre Versuche verfehlten aber das Ziel.

Gianluca Fraccalvieri
Zwischenzeitlich gab es noch einen kuriosen Zwischenfall: Nach einem Timeout der Pistons im dritten Viertel wollte die automatische Sirene, die den Teams signalisierte, auf den Court zurückzukommen, nicht mehr aufhören, Geräusche zu machen. So wurde das Spiel für ganze 18 Minuten unterbrochen, ehe man das Scoreboard ausschaltete und auf die gute alte manuelle Sirene umstieg.
Bester Mann bei den Pistons war All-Star Jalen Duren mit 33 Punkten (11/19 FG), 16 Rebounds und drei Blocks. Cunningham steuerte weitere 25 Punkte, zehn Rebounds und sieben Assists bei, Ausar Thompson kam auf 18 Punkte und acht Rebounds. Bei den Cavs machte die gesamte Starting Five ein ordentliches Spiel, neben Allen war Mobley mit 23 Punkten, zwölf Rebounds und vier Blocks der erfolgreichste Scorer. Schröder kam bei seinem zweiten Start für sein neues Team auf zwölf Punkte (4/15 FG) und neun Assists, leistete sich aber auch acht Turnover.
Für die Cavaliers geht es als Nächstes weiter nach Brooklyn, danach steht am Mittwoch schon die Revanche gegen die Pistons vor heimischer Kulisse an. Detroit trifft in der Zwischenzeit in Orlando auf die Magic.