28.02.2026
NBA kompakt aus der Nacht
Shai Gilgeous-Alexander hat bei seinem Comeback nach überstandener Verletzung gegen die Denver Nuggets sofort geglänzt, während die Boston Celtics an diesem Abend brandheiß waren. Auch die New York Knicks haben gegen die Milwaukee Bucks dominiert.

Nach neun Spielen Verletzungspause ist SGA pünktlich zum Duell der heißesten MVP-Kandidaten gegen Nikola Jokic und die Nuggets auf das Parkett zurückgekehrt. Und das Duell der besten Offensive der Liga (Denver) gegen die beste Defensive (OKC) hielt auch, was es im Vorfeld versprochen hatte.
Das Spiel war von Beginn an extrem physisch und man merkte, dass sich beide Teams nicht besonders ausstehen können. SGA bekam ein frühes technisches Foul zugesprochen, als er den Ball nach Jokic warf, der ihn zuvor hart angegangen war. Im dritten Viertel gab es dann auch noch ein Technical gegen die Nuggets-Bank, ehe im vierten Viertel endgültig die Emotionen hochkochten: Nach einem harten Foul von Lu Dort gegen den Joker kam es zu einer Rudelbildung. Jokic und Jaylin Williams wurden mit Technicals belegt, während Dort frühzeitig duschen gehen musste.
Passenderweise war aber auch das Spiel extrem eng. Denver erwischte den besseren Start und führte zwischenzeitlich mit +16, OKC kämpfte sich aber schnell zurück und führte seinerseits zwischenzeitlich mit +9. In einer hektischen Schlussphase der regulären Spielzeit war es Jokic, der den Seinen mit einem Hookshot die Overtime bescherte. Dort war der amtierende Champ, der auf SGA verzichtete, schlichtweg das bessere Team und brachte den Sieg über die Zeit.
Aber auch ohne Spielminuten in der Overtime war SGA der beste Scorer seines Teams mit 36 Punkten (12/29 FG) und neun Assists in 33 Minuten Spielzeit. Chet Holmgren steuerte ein dickes Double-Double (15 Punkte, 21 Rebounds) bei, Isaiah Hartenstein kam in 25 Minuten auf neun Punkte, acht Rebounds und fünf Assists. Bei Denver war Jamal Murray, der zuvor mit einer Krankheit noch als fraglich gelistet war, mit 39 Punkten (12/26 FG) der beste Werfer. Jokic legte ein starkes Triple-Double auf (23, 17 & 14), Christian Braun steuerte 23 Punkte bei.

Boston gegen Brooklyn war schon auf dem Papier vor dem Spiel kein wirklich enges Spiel, durch das unglaubliche Shooting der Gastgeber war es aber in der Praxis noch deutlich unausgeglichener. Als Team trafen die Celtics 66,7 Prozent aus dem Feld, was einen neuen Saisonbestwert bedeutete. Auch von Downtown waren sie schlichtweg nicht zu stoppen (22/34).
So spielte auch kein Starter mehr als 29 Minuten, Jaylen Brown war mit 28 Punkten (9/12 FG), sieben Rebounds und neun Assists der beste Starter seines Teams. Ansonsten war es vor allem die Bank, die mit 77 Punkten überragte. Nikola Vucevic kam auf 28 Punkte und elf Rebounds, Payton Pritchard auf weitere 22 Zähler.
Bei den Nets war Michael Porter Jr. wie gewohnt der beste Scorer (18), Rookie Danny Wolf steuerte weitere 16 Punkte bei. Durch den Sieg stehen die Celtics jetzt bei fünf Siegen aus sechs Spielen seit dem All-Star-Break.
Auch die zwei restlichen Spiele der überschaubaren NBA-Nacht waren ziemlich deutlich. Obwohl die Bucks als eines der heißesten Offensivteams der Liga in die Partie gingen, mussten sie schnell einsehen, dass gegen New York nicht viel zu holen war. Angeführt von Jalen Brunson (27, 11/17 FG) und OG Anunoby (24, 8/10 FG), machten die Knicks ein tolles Spiel und führten zur Halbzeit bereits mit 20 Zählern.
Sie trafen über 50 Prozent aus dem Feld und von Downtown und ließen die Bucks in der zweiten Halbzeit auch nicht mehr in Schlagdistanz kommen. Bei Milwaukee war Myles Turner mit 19 Punkten bester Werfer, Kyle Kuzma kam auf 17 Zähler.
Auch die Grizzlies machten mit den Mavs, die auf den verletzten Cooper Flagg verzichten mussten, kurzen Prozess und lagen zur Halbzeit ebenfalls mit +20 in Front. Cam Spencer war mit 25 Punkten der beste Spieler seines Teams, gefolgt von Ex-Maverick Olivier-Maxence Prosper (16 Punkte, 10 Rebounds). Bei Dallas war Brandon Williams (16) der beste Werfer.
Gianluca Fraccalvieri